Besondere Orte für Yoga in London

Mega coole Atmosphäre bei der Yogastunde im Ministry of Sound

Ich mache gerne und regelmäßig Yoga. Gerade auf Reisen ist es mir wichtig, dass ich meine erschöpften Beine und den Rücken regelmäßig dehne und mobilisiere, um für den nächsten Tag wieder fit zu sein. In London ist das essentiell, weil ich hier sehr viel umherlaufe, wenig schlafe und wenig Pausen mache – es gibt einfach immer soo viel zu sehen. Natürlich habe ich meine Reiseyogamatte incl. Yogabelt immer dabei, aber zu einer guten Yogasession gehört für mich auch der Duft nach Räucherstäbchen und in einer Gruppe macht eine Stunde viel mehr Spaß als in teilweise beengten Hotelzimmern. Also versuche ich immer eine Yogastunde vor Ort zu buchen und wenn diese dann an ausgefallenen Orten stattfindet – umso besser.

Yoga in the Walkways – auf dem Glasboden der Tower Bridge

Auftakt meiner Yogaserie an besonderen Orten fand im März 2015 in der Tower Bridge statt. Dort habe ich an einer morgendlichen Vinyasastunde teilgenommen. Die geht um 7.30 Uhr los und du solltest spätestens 7.15 Uhr vor Ort sein. Also heißt es früh aufstehen… Als ich mich auf den Weg gemacht habe, hatte die Stadt eine besondere Stimmung. Es war noch so früh, dass die Touristenströme noch nicht unterwegs waren und da es ein Samstag war, waren auch die Londoner noch in ihren Betten. Alles war ruhig und friedlich. Ich bin alleine von der „Tower Hill“ Station in Richtung Tower gelaufen und von dort zur Tower Bridge. Die Yogastunde findet vor den regulären Öffnungszeiten der Brücke statt, so dass auch in der Brücke selbst noch alles leer war.

Nichts für Menschen mit Höhenangst: der neue gläseren Bodenabschnitt in der Towerbridge

Nichts für Menschen mit Höhenangst: der neue gläseren Bodenabschnitt in der Tower Bridge

Zusammen mit ca. 10 anderen Yogis habe ich dann meine Yogamatte auf dem neuen Glasboden ausgerollt. Der ist an sich schon eine coole Sache, denn auf 11 m Länge wurde der Boden mit einer dicken Glasschicht ersetzt, durch den man aus ca. 40 m Höhe auf die Straße unterhalb der Brücke oder in die Themse schaut (je nachdem, ob die Brücke geschlossen oder offen ist). Eine Stunde darauf zu üben und immer wieder die Autos, Busse und Fußgänger unten auf der Brücke zu sehen, war echt toll (wobei meine Sicht eingeschränkt war, weil ich um meine Matte herumschauen musste).

Auf dem gläsernen Boden in der Tower Bridge findet deine Yogastunde statt - tolle Ausblicke garantiert

Auf dem gläsernen Boden in der Tower Bridge findet deine Yogastunde statt – tolle Ausblicke garantiert

Natürlich ist so ein Glasboden relativ kalt, es gab wenige Hartgesottene, die ohne Matte und barfuß geübt haben. Die haben natürlich noch ne bessere Sicht gehabt als ich, die trotz Matte und Socken immer noch eiskalte Füße hatte.. Allerdings haben sowohl die Stunde als auch das Erwachen von London mit Blick von der Brücke für jedes Kältegefühl entschädigt! Infos zur Buchung findest du auf der Homepage.

Meditation auf dem Glasboden der Tower Bridge - kühl aber toll!

Meditation auf dem Glasboden der Tower Bridge – kühl aber toll!

Nach einer tollen Yogastunde am morgen in der Tower Bridge belohnt die Stadt mit Sonnenschein und blauem Himmel

Nach einer tollen Yogastunde am morgen in der Tower Bridge belohnt die Stadt mit Sonnenschein und blauem Himmel

Ministry of Sound goes Yoga – übe auf dem Dancefloor

Diese coole Location habe ich im Sommer 2016 gefunden, als ich an der Session von „Fat Buddha Yoga“ im Ministry of Sound teilgenommen habe. Dieser Club im Süden Londons ist weltberühmt und riesig. Es war speziell tagsüber in einem Nachtclub zu sein, komplett leer, keine laute Musik, kein Nebel, kein Stau vor dem Frauen-WC – nur ein paar entspannte Yogis, die zu Clubmusik und Lasershow eine Stunde machen wollten.

Ministry of Sound goes Yoga - Ruhe vor der Stunde von Fat Buddha Yoga

Ministry of Sound goes Yoga – Ruhe vor der Stunde von Fat Buddha Yoga

Die Stunde von Jessica Skye war großartig!  Jessica ist ein Ministry of Sound resident DJ, d.h. sie kennt die Location gut und stellt tolle Musik für die Yogastunden zusammen. Die Stunde war anstrengend, aber die Musik hat einen gut mitgerissen. Und gezeigt, dass Yoga auch mit Disko-Mucke wunderbar funktionieren kann!

Mega coole Atmosphäre bei der Yogastunde im Ministry of Sound

Mega coole Atmosphäre bei der Yogastunde im Ministry of Sound

Die Lehrerin übt die Stunde vor der Klasse mit, daher gibt es keine Verbesserungen/Unterstützungen, wie du das ggf. aus anderen Stunden kennst. Im Anschluss gab es kleine Snacks und Getränke, die im Ticketpreis inkludiert waren. Ich habe meine Buchung direkt über die Homepage von „FBY“ vorgenommen.

Yoga in der Disko - glückliche Gesichter überall

Yoga in der Disko – glückliche Gesichter überall

Yoga im höchsten Garten Londons – im Sky Garden

Eine Yogastunde mit Aussicht kannst du im Sky Garden erleben. Im höchsten Garten von London beginnt deine Yogastunde morgens, bevor die Massen der Besucher ankommen. Mit einem grandiosen Blick auf das Leadenhall Building und The Gherkin übst du auch hier im fließenden Vinyasa Stil.

Im Sky Garden - tolle Aussicht und Cafés wo du nach deiner Yogastunde noch verweilen kannst

Im Sky Garden – tolle Aussicht und Cafés wo du nach deiner Yogastunde noch verweilen kannst

Wenn dann die ersten Besucher kommen und staunend vor der Yogagruppe stehen bleiben – und ja, manche haben sogar mit dem Finger auf uns gezeigt 😉 – kannst du dich darin üben, total bei dir und auf deiner Matte zu sein. Bedenke, dass es im Sky Garden immer relativ kühl ist und dass du auf dem Boden übst. Packe ggf. Socken und warme Klamotten zum Drüberziehen ein.

Gespanntes Gesicht vor der Yogastunde im Sky Garden - im Hintergrund das Leadenhall Building

Gespanntes Gesicht vor der Yogastunde im Sky Garden – im Hintergrund das Leadenhall Building

Vinyasa Yoga über den Dächern Londons - im Sky Garden ist das möglichVinyasa Yoga über den Dächern Londons - im Sky Garden ist das möglich

Vinyasa Yoga über den Dächern Londons – im Sky Garden ist das möglich

Wichtig zu wissen: für den Besuch vom Sky Garden musst du dir Wochen im Voraus eins der (kostenlosen) Tickets sichern. Lese hier mehr zum Warum. Aber: Ich musste mir für die Yogastunde kein separates Ticket mehr bestellen. Am Eingang habe ich angegeben, dass ich zum Yoga will, meine Sachen wurden gescannt und los ging’s. Prüfe das aber sicherheitshalber noch mal nach, wenn du eine Stunden buchen willst. Vorteil einer Stunde im Sky Garden: du kannst davor und danach die Aussicht genießen so lange du willst. Infos zum Yoga findest du auf der Sky Garden Homepage.

 

Sky-high yoga class im The Shard

Wo wir gerade schon bei tollen Aussichten sind: da darf eine Yogastunde im „The Shard“ nicht fehlen. Das von „Yogasphere“ durchgeführte Event findet regelmäßig am Wochenende statt und bietet eine sky-high yoga class.

Welch gelungene Aussicht für eine Yogastunde: die City of London breitet sich unter dir aus bei einer Yogastunde im The Shard

Welch gelungene Aussicht für eine Yogastunde: die City of London breitet sich unter dir aus bei einer Yogastunde im The Shard

Die Southwalk Cathedral von oben - der Ausblick von The Shard macht es möglich

Die Southwalk Cathedral von oben – der Ausblick von The Shard macht es möglich

Auch hier eine fließende und fordernde Yogastunde, die mit einer mega Aussicht auf das unter dir liegende London gekrönt wird. Die Matten werden gestellt, d.h. du brauchst nichts mitbringen, sondern suchst dir einfach eine der Matten aus. Sei zeitig da, wenn du eine Matte ganz am Rand haben willst.

Yoga in The Shard - Die Matten liegen auf dem ganzen Stockwerk verteilt, den Lehrer hörst du über Mikro

Yoga in The Shard – Die Matten liegen auf dem ganzen Stockwerk verteilt, der Lehrer unterrichtet per Mikro

Die Stunde dauert 60 Minuten und du kannst danach noch bis zu einer halben Stunde bleiben, um Erinnerungsfotos zu machen. Je nach Wetterlage übst du ggf. auf dem obersten Deck. Das ist oben offen, bedenke das und kleide dich entsprechend warm ein. Buchen kannst du auf der Homepage.

Chroma Yoga – Farbtherapie tritt Yogastunde

Neu und einzigartig in London sind die Stunden bei ChromaYoga. Hier werden Farbtherapie, Musik und Duft mit klassischen Yogaposen kombiniert. Es gibt Klassen in rot, blau, gelb, orange und pink und jede Farbe löst andere Reaktionen im Körper aus. Bei den Chromatic Stunden erlebst du farblich entweder einen Sonnenaufgang oder -Untergang. Die Stunden sind anspruchsvoll, aber es gibt Optionen zum Abwandeln, je nach Fähigkeiten und wie weit du gehen willst.

Ein einzigartiges Yogastudio in Shoreditch: Chroma Yoga

Ein einzigartiges Yogastudio in Shoreditch: Chroma Yoga

Ich habe bisher nur die Chromatic Stunde probiert, will aber unbedingt noch mal eine pinke Stunde probieren.

Lichttherapie trifft Yogastunde - beim Chroma Yoga

Lichttherapie trifft Yogastunde – beim Chroma Yoga

Das erste Mal Yoga?

Für alle Stunden, die ich dir empfohlen habe gilt: Grundkenntnisse im Yoga solltest du haben. Wenn du noch nie Yoga gemacht hast, werden dich die schnellen Vinyasa Abfolgen ggf. schnell frusten. Suche dir doch zu Hause schon ein Studio, wo du Basics lernen kannst. Dann machen die besonderen Yogastunden in London gleich viel mehr Spaß! Auch sollte dein Englisch gut genug sein, so dass du den Anweisungen der Lehrer folgen kannst.

Bring dir eine separate Matte mit, wenn du die gestellten nicht nutzen magst, ansonsten versorge dich so, wie du auch zu Hause zu einer Yogastunde gehen würdest. Bequeme Klamotten, dicke Socken, ggf. eine Kuscheljacke (denn einige der Locations können kühler sein). Und dann gilt nur noch: viel Spaß und namaste!

Welche Yoga-Studios in London kannst du empfehlen? Welcher Lehrer ist gut? Was muss ich unbedingt mal ausprobieren? Hinterlasse einen Kommentar unter dem Artikel und helfe mir weitere tolle Orte für Yoga in London zu finden.

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Comments 14

  1. Hallo Simone.
    Ein toller Bericht für Yogis und für alle die es noch werden wollen 😉 Ich praktiziere zwar kein Yoga finde Deinen Bericht trotzdem sehr interessant und informativ. Ich finde die Idee an sich, Yoga an diesen Orten, sensationell. Ich bin gespannt, welche Locatio evtl in der Zukunft noch neu dazukommt ☺
    Herzliche Grüße
    Sandra

  2. Ich mache zwar selbst kein Yoga finde die Locations aber richtig stark! Vor allem den Ausblick auf die Southwalk Cathedral finde ich richtig stark!

    Liebe Grüße,
    Daniel

    1. Post
      Author

      Hi Daniel, die Aussichten sind auch dann mega, wenn man kein Yoga gemacht hat. Wenn du also mal nach London kommst, besuche die genannten Punkte wenn du tolle Ausblicke auf London suchst 🙂 VG Simone

  3. Was für ein toller Bericht 🙂 ich wusste gar nicht das es soviele tolle Orte gibt wo man Yoga machen kann! Am besten gefällt mir die Tower Brigde. Das muss richtig traumhaft sein!

    Glg. Steffi

    1. Post
      Author

      Hi Steffi, danke für dein Feedback und ja die Tower Bridge ist tatsächlich ein besonders cooler Ort zum Yoga machen. Hat mir auch super dort gefallen 🙂
      VG Simone

  4. Das ist echt einunglaublich interessanter Beitrag. Ich mache auch seit ein paar Monaten Yoga, würde mich selbst jedoch immer noch als Anfänger-Yogi bezeichnen, haha! Habe bisher nur zu Hause vor dem Fernseher herumgeturnt. 🙂

    Alles Liebe,
    Laura von http://www.lauratopa.com 🙂

    1. Post
      Author

      Hi Laura, cool, dass du mit Yoga angefangen hast und daheim übst! Regelmäßige Praxis ist alles! Und wenn du dann das nächste Mal nach London fährst, kannst du bei den Stunden aus dem Post mitmachen 😉
      VG Simone

  5. Einfach nur WOW. Ein sehr interessanter Bericht. Ich, als Yoga-Unerfahrene finde es immer wieder spannend, wo es überhaupt möglich ist, Yoga zu praktizieren. Wahrscheinlich werde ich mich dabei nicht wirklich entspannen können, wenn auf mich mit dem Finger gezeigt wird. Aber das ist eventuell auch eine Übungssache. Bin eher ein Heimtrainingstyp 🙂

    LG

    Kristina

  6. Hi Simone,
    uiuiui, London ist schon ein toller Ort. Ich mag mich gerade bei deinem anderen Beitrag über die Fotoparade umgeschaut. Da sind richtig tolle Fotos dabei. Ich mag die Fotoaktion sehr und schau mich gerne um, welche Bilder die BloggerInnen aus ihren Archiven kramen. Besonders die Tower Bridge bei Nacht gefällt mir sehr gut. Da ich mich sehr für Street Art begeistern kann, finde ich dein Titelbild genial. Auf den ersten Blick lässt sich nicht so recht erahnen, wie es entstanden ist. Das gefällt mir.

    Schöne Grüße,
    Stefanie

    1. Post
      Author

      Liebe Stefanie,
      oh, vielen Dank für dein Kompliment! Die Tower Bridge ist in echt sogar noch beeindruckender als auf dem Foto..
      VG Simone

  7. Hallo Simone,
    was für ein toller Beitrag, da bekommt man direkt Lust nach London zu reisen – und wenn es nur für so eine außergewöhnliche Yogastunde wäre! 😀
    Das muss ich mir unbedingt merken!

    Liebe Grüße
    Marlene

    1. Post
      Author

      Liebe Marlene, danke für deinen netten Kommentar! London ist immer eine Reise wert und ich freue mich, wenn ich dich inspirieren konnte 🙂
      VG Simone

  8. Pingback: Skygarden London - travellicious

  9. Hallo Simone. Was ein schöner Artikel! bis jetzt war ich leider immer nur einige Tage in London und hatte zu viel aufm Plan um Yoga zu machen but next time…! Dank Deinen Tipps.

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