Last Updated on 5. Mai 2024

In diesem Blogpost widmen wir uns den pulsierenden Märkten in London. Erfahre, welche ein Muss für deinen nächsten London-Besuch sind und auch, wohin ich am liebsten gehe.

Komm mit auf einem Streifzug durch die Straßenmärkte, Antiquitätenmärkte und Food-Paradise der coolsten Stadt der Welt und entdecke Londons durch seine lebendigen Marktkultur.

Viel Spaß beim Bummeln, Schlemmen und Einkaufen auf Londons besten Märkten.

Londons beste Foodie-Märkte

Die vielen Eindrücke und Erlebnisse in London müssen natürlich auch kulinarisch verarbeitet werden. Und das geht nicht nur in vielen und abwechslungsreichen Restaurants und Cafés ganz wunderbar, sondern auch auf den Foodie Märkten bzw. Markthallen. Hier kommen meine Empfehlungen.

Borough Market – der Bekannte

Der Borough Market ist vermutlich der bekannteste Foodie-Markt in London. Hier werden gehobene nationale und internationale Qualität bei Obst, Gemüse, Ölen, Käse, Brot, Kuchen, Fisch, Eis… geboten. Food Trucks runden das Angebot ab.

Der Markt hat die ganze Woche zwischen 10 und 17 Uhr (am Sonntag kürzer) geöffnet. Die U-Bahn Station „London Bridge“ auf der Northern oder Jubilee Line ist am nächsten dran. Gut zu wissen: es gibt hier eine Auffüllstation für kostenloses Trinkwasser. Für mehr Impressionen schau auch im passenden Post „Borough Market – der Markt für Foodies“ vorbei. Aktuelle Infos auf der Webseite des Borough Markets.

Achtung: Am Wochenende ist es hier sehr voll.

Maltby Street Market – das Hidden Gem

In Bögen unterhalb der Eisenbahntrasse findet am Wochenende der Maltby Street Market in Bermondsey statt. In einer schmalen Gasse – geschmückt mit bunten Flaggen – reihen sich herzhafte Speisen (mit und ohne Fleisch) neben süßen Waffelständen, Snacks und Getränken. Du kannst in alten Gewölben sitzen und einen Blick auf The Shard gibt es auch noch.

Der Markt hat nur Samstag (10 bis 17 Uhr) und Sonntag (von 11 bis 16 Uhr) geöffnet. Eine Toilette ist vorhanden. Aktuelle Infos und eine Übersicht der Händler findest du auf der Webseite vom Maltby Street Market.

Meine Empfehlung, wenn du es relaxter angehen machen und dich mit Einheimischen unterhalten möchtest. Der Markt wird zwar immer beliebter, aber dennoch immer noch ein kleiner Hidden Gem.

Mercato Mayfair – der Markt in der ehemaligen Kirche

Ein ganz besonderer Ort ist der Mercato Mayfair nahe der Oxford Street. Denn der befindet sich in einer ehemaligen Kirche, der St Mark’s Church (1825 – 1828 erbaut), um genau zu sein. Die wurde damals errichtet, weil es in Mayfair an Kirchen mangelte. Seit 1974 ist die Kirche „entweiht“.

Auf dem Bodenlevel sowie der Empore befinden sich jetzt mehrere Essensstände und Bars, dort, wo früher Kirchenbänke standen, stehen jetzt Tische und Stühle. Das Angebot ist abwechslungsreich, inkl. vegetarischer Optionen, eine kleine Dachterrasse und die alten Kirchenfenster zaubern eine ganz besondere Atmosphäre. Aktuelle News und Öffnungszeiten auf der Webseite des Mercato Mayfair.

Die Londoner Market Halls

Die „Market Halls“ gibt es mittlerweile an mehreren Locations in London. Größere Flächen, auf denen unterschiedliche Küchen nebeneinander anbieten. Jede/r holt sich das, was er/sie essen und trinken mag, gemeinsam sucht man sich einen Platz und isst gemeinsam.

Ein abwechslungsreiches Angebot, wo es meistens auch schnell geht. Nachteil: Oft ist es eher laut.

Die Stationen der Market Halls sind in Canary Wharf, Oxford Street und nahe der Victoria Station. Aktuelle Angebote findest du auf der Webseite der Market Halls.

Bang Bang Oriental Food Hall

Asiatische Küche aus China, Indien, Thailand, Korea und Vietnam vereint unter einem Dach, das bekommst du in der Bang Bang Oriental Food Hall. Nicht ganz so zentral wie die übrigen Food Märkte gelegen. Eine Übersicht der Restaurants findest du auf der Webseite von Bang Bang Oriental.

Antiquitäten-, Kleinkunst- und sonstige Märkte

Wenn dir nach entspanntem Schlendern über einen Straßenmarkt ist, nach Leute schauen, zwischendrin was Essen, dann ist die folgende Liste an alphabetisch sortierten Märkten, dein bester Startpunkt.

Alfies Antique Market

Alfies Antique Market sagt über sich selbst, dass er „London’s largest indoor antiques and vintage market “ ist. Überzeuge dich selbst. Auf mehreren Etagen verkaufen die Händler in einem ägyptisch anmutenden Gebäude nahe der Marylebone Tube Station. Erste Eindrücke auf der Webseite von Alfies Antique Market.

Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr.

Bermondsey Antique Market

Der Bermondsey Antique Market besteht bei über 75 Jahren und hat nur Freitags zwischen 7 und 14 Uhr geöffnet. Viele der Stände sind draußen, d.h. je nach Wetterlage kann es windig und/oder nass sein. Ich war bisher erst einmal da und war ein wenig enttäuscht. Viele Stände mit Produkten „made in China“ hatten für mich wenig mit Antikmarkt zu tun. Ggf. war ich aber auch nur zu spät vor Ort.

Brick Lane Market

Der Brick Lane Market hat nur Sonntags geöffnet und verwandelt die Straße im East End in einen bunten Haufen an Food- und privaten Flohmarkt Ständen. Von irgendwo kommt immer Musik, die Stimmung ist entspannt, aber es ist auch voll. Wenn du also gekommen bist, um in Ruhe die Street Art zu bewundern, da wird an einigen Stellen schwierig, da Autos bzw. Zelte aufgestellt sind.

Brixton

Im Süden von London liegt Brixton. Hier finden mehrere Märkte über die ganze Woche verteilt statt. Der Brixton Market in der Electric Avenue (der Straße gleich neben der U-Bahn Station „Brixton“) verkauft frisches Obst und Gemüse sowie Fleisch und Fisch.

Folgst du der Straße kommst du automatisch zum überdachten Teil des Marktes. In der ehemaligen Granville Arcade befindet sich heute „Brixton Village„. Zusammen mit dem „Market Row Market“ bieten insgesamt über 100 Stände frisches Obst und Gemüse, Schmuck, Klamotten, Bücher, Wohnaccessoires und Haushaltsgegenstände an. Kleine Bars und Lokale sorgen für das leibliche Wohl.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Brixton kannst du gerne im Post „Brixton“ nachlesen.

Broadway Market

Der Broadway Market in Hackney lockt am Wochenende mit 120 Ständen, die Blumen, Essen, Trinken Kleinkunsthandwerk und Nützliches verkaufen. Parallel dazu sind auch die ganze Woche lang die Shops in der gleichnamigen Straße geöffnet. Weniger touristisch, coole Stimmung, ich mag ihn. Alles Wichtige auf der Webseite des Broadway Market.

Camden – Diverse Märkte

Camden hat eine ganz eigene Stimmung. Bunt, laut, gerade am Wochenende krass voll, aber auch gut. Hier finden gleich mehrere Märkte statt:

  • Camden Lock Market: hier fand in den 1970ern einer der ersten Handwerks- und Antikmärkte Londons statt. Heute würde ich diesen Teil als Herzstück der Camdener Marktszene bezeichnen. In mehreren Gebäuden werden Klamotten, Souvenirs, Schuhe und Skurriles verkauft. Im Innenhof stehen diverse Essensbuden. Hier befinden sich Camdens Gin Brennerei Half Hitch, der verrückte Cyberdog Laden mit Klamotten rund um Raven (einfach mal reingehen und mit der Rolltreppe runterfahren und die Stimmung mitnehmen) und die bekannte Amy Winehouse Statue.
  • Stables Market: Im Bereich wo früher Ställe und ein Pferdekrankenhaus waren, befinden sich heute in engen Gässchen die Händler. Hier findest du die dir ggf. von Instagram bekannte Umbrella Alley, wo bunte Schirme den schmalen Kopfsteinweg überspannen.
  • Hawley Wharf: ein Teil, der erst seit wenigen Jahren neu hergerichtet ist und dadurch für mich im starken Gegensatz zum eher alternativen Camden Lock Market steht. Auch hier gibt es diverse Verkäufer und einen Essensbereich. Vorteil hier: direkter Zugang zum Kanal, wo man entspannt sitzen und Leute schauen kann. Oder auch von hier aus am Kanal entlang bis King’s Cross runterlaufen kann. In den benachbarten Bögen der Eisenbahn sind kleine Lokale.
  • Camden Market Buck Street: auch noch ein neu gestalteter Bereich, der aus gestapelten Containern besteht. Ich finde es ein wenig zu „aufgeräumt“ hier.
  • Inverness Street Market: Quasi gegenüber des Tube Station Ausgangs befindet sich der Inverness Street Market, wo einige Stände Bekleidung und Lebensmittel verkaufen. Der vermutlich am wenigsten touristische Markt in diesem Bereich.

Bei so vielen Märkten und noch den ganzen Geschäften, die sich dazwischen befinden, kannst du locker einen ganzen Tag in Camden verbringen. Und auch für Street Art ist Camden eine gute Adresse.

Church Street Market

Der Markt in der Church Street verkauft frische Lebensmittel und Klamotten. Meiner Meinung nach ist der eher was für die Einheimischen, denn frisches Gemüse in größeren Mengen kauft man als Tourist eher selten. Wenn du zu Alfie’s Antique Market (s. weiter oben) möchtest, kommst du automatisch hier vorbei.

Columbia Road – der Blumenmarkt

Am Sonntag verwandelt sich die Columbia Road im Osten von London ab 8 Uhr morgens in eine Open-Air-Gärtnerei. Hier bekommst du Pflanzen und frische Schnittblumen von Blumenhändlern, die schon seit Jahrzehnten am Markt teilnehmen. Gegen Ende des Markttages (ca. 14 Uhr) kannst du gute Schnäppchen machen.

Wenn dein erster Gedanke ist, dass du als Besucher Londons keine Blumen brauchst, dann möchte ich dir den Besuch dennoch empfehlen. Denn die Stimmung ist einzigartig. Ab ca. 10 Uhr haben auch die Shop entlang der Strasse geöffnet, du kannst Antiquitäten und Klamotten kaufen oder ein Bier im lokalen Pub trinken. Alles ist herrlich entspannt und ein relaxter Start in den Sonntag.

Mehr Infos und Hintergründe zu den Verkäufern auf der Homepage vom Columbia Road Flower Market.

Von „Bethnal Green“ (Central Line) sind es knapp 20 Minuten Fußweg bis zum Markt. Impressionen findest du im passenden Post über den Blumenmarkt.

Covent Garden Jubilee Market

In Covent Garden hat bis in die 1970er Jahre der Blumenmarkt stattgefunden. Die ehemaligen Markthallen sind heute u.a. Ort für das London Transport Museum, kleine Shops und Restaurants sowie der Covent Garden Jubilee Market. Der hat täglich geöffnet und nahezu täglich einen anderen Schwerpunkt. Details dazu auf der Webseite des Covent Garden Jubilee Market.

Greenwich

Greenwich ist ein Teil von London, der so komplett anders ist. Sehr maritim, sehr grün, voller Geschichte und Kultur. Die Gegend lohnt sich für einen Tagesausflug oder sogar ein ganzes Wochenende. Die Painted Hall, der ehemalige Teeclipper Cutty Sark, das Royal Observatory, das sind nur wenige der kulturellen Highlights, die du hier nicht verpassen darfst.

Und dann gibt es einen Markt – den überdachten Greenwich Market. Hier werden Produkte von unabhängigen Künstlern und Verkäufern angeboten. Und kulinarisch geht hier auch einiges.

Kingsland Market

Der Kingsland Market in Hackney hat in 2018 wiedereröffnet und erstrahlt in neuem Glanz im Osten von London. Jeden Samstag kannst du zwischen 9 und 17 Uhr nach Second Hand Klamotten, Antiquitäten, Büchern, Kurzwaren und Trödel Ausschau halten. Am besten kommst du mit der Overground her. Die Stationen „Dalston Junction“, „Dalston Kingsland“ oder „Haggerston“ sind am nächsten dran.

Lower March Market

Der Lower March Market nahe der Waterloo Station findet nur unter der Woche statt und verwandelt die Straße Lower March zur Flaniermeile mit Musik, Essen, Kunstwerk und Community Treffen. Klein, aber fein. Und im Sommer sogar mit kostenlosem Outdoorkino (nur an ausgewählten Tagen, die du auf der Webseite vom Lower March Market nachlesen kannst). Kann man gut mitnehmen, wenn man sowieso in der Gegend ist, z.B. um im Leake Street Tunnel nach Street Art zu schauen.

Old Spitalfields Market

Der Old Spitalfields Market nahe der Liverpool Street Station ist vermutlich mein liebster Markt, denn ich kenne ihn schon seit so vielen Jahren und habe die Entwicklung vom kleinen, unscheinbaren Markt mit wenigen Händlern zu dem, was er heute ist, miterlebt.

An jedem Tag gibt es hier einen anderen Schwerpunkt bei den Händlern, es gibt viele Essensstände, feste Restaurants und Shops und das alles umgeben von Kunstgegenständen. Die Gegend ist historisch sehr spannend, hier waren einst die Hugenotten ansässig, hier befindet sich das faszinierende Dennis Severs House (wo du eine Zeitreise ins London der Hugenotten machen kannst) und auch die Ruine des Charnel House ist zu sehen.

Petticoat Lane Market

Der Petticoat Lane Market ist ein Kleidungsmarkt im Osten Londons, der in der Nähe des Old Spitalfields Market (s. weiter oben) liegt. Hier werden Klamotten oft günstig und in großen Stückzahlen angeboten. Ich habe hier noch nie was gekauft und würde den Markt auch nicht als Must-See für Touristen bezeichnen. Wenn du aber gerade in der Nähe bist, lauf mal rüber und prüfe selbst.

Portobello Road Market Notting Hill

Der Markt in Notting Hill ist eigentlich ein Mix aus mehreren Märkten, denn hier werden Antiquitäten, Klamotten, Lebensmittel und Souvenirs verkauft. An jedem Tag der Woche gibt es einen anderen Schwerpunkt, am Samstag haben alle Geschäfte und Marktstände auf. Dementsprechend voll ist es dann auch.

Die Öffnungszeiten pro Tag und die Infos, was verkauft wird, findest du auf der Homepage vom Portobello Market. Von der Tube-Station „Notting Hill Gate“ sind es ca. 10 Minuten zu Fuß, ab „Ladbroke Grove“ ca. 5 Minuten.

South Bank Book Market

Unter den Bögen der Waterloo Bridge befindet sich der Second Hand Büchermarkt South Bank Book Market, der täglich geöffnet hat und wo ich schon tolle Schnäppchen gemacht habe.

Tooting Market

Der Tooting Market war der erste Indoor Markt im Süden von London und blickt auf mehr als 80 Jahre Geschichte zurück. Der Markt ist voller kulinarischer Highlights und kleiner Shops.

Das alte Marktgrundstück ist allerdings stark gefährdet, denn neue Bahngleise sollen genau da verlegt werden, wo seit 1930 Händler ihre Waren verkaufen.

Vinegar Yard

Im Schatten von The Shard befindet sich Vinegar Yard, ein Outdoorbereich mit Essenständen und Biergarten, wo an ausgewählten Tagen ein Vintage Flohmarkt stattfindet.

Kennst du noch weitere Märkte in London, die in der Aufstellung fehlen? Dann gib mir gerne Bescheid.