2018 ist noch jung und bevor die Reisepläne für dieses Jahr finalisiert werden, ist es Zeit noch einmal auf 2017 zurück zu blicken. Was war das für ein aufregendes Jahr! Ich war in Kambodscha, Verona & Venedig und sechs Mal in London. An jedem Ort habe ich tolle Momente erlebt, nette Menschen kennengelernt, lecker gegessen und Neues gelernt. Daher tue ich mir schwer, nur einen besten Reisemoment zu finden. Daher hoffe ich, dass die liebe Christine von die bunte Christine es mir nachsieht, dass ich meine Top 10 der besten Reisemomente 2017 mit euch teile. Christine hatte nämlich die Idee zu diesem Post, sie hat zur Blogparade „Mein Reisemoment 2017“ aufgerufen.

Definition eines besten Reisemoments

Wie definiert man einen perfekten (Reise)Moment? Für mich sind es Momente, in denen ich die Zeit am liebsten anhalten würde. Einfach mal Pause drücken und den perfekten Moment noch ein wenig länger genießen. Es sind Situationen, die mir heute immer noch Herzklopfen bereiten, weil die Erinnerung so besonders ist! In meiner Top Ten tummeln sich spektakuläre Ausblicke, gutes Essen, Drinks in perfekter Atmosphäre, tolle Begleitungen, Momente wo sich London von seiner besten Seite gezeigt hat und mir mal wieder bewusstgeworden ist, wie sehr ich diese Stadt liebe!

 

Die 10 besten Reisemomente 2017 von Totally-London

  1. Afternoon Tea Bus Tour
  2. Amy Street Art Trail und Treffen mit dem Street Artist Pegasus
  3. Bascule Chamber Konzert in der Tower Bridge
  4. Champagner Cocktails bei Vertigo 42
  5. Christmas at Kew
  6. Depeche Mode Konzert
  7. Neueröffnung der Hintze Hall im Natural History Museum
  8. Strawberry Hill House
  9. Tooting
  10. V&A Late Opening mit Wein und live Klavier Musik

 

Afternoon Tea Bus Tour

Die Afternoon Tea Bus Tour habe ich im Juni mit einer Freundin gemacht, die das erste Mal in London war und die mich als Reisebegleitung vor Ort gebucht hatte. Wir waren beide sehr begeistert von der Atmosphäre im Bus und dem köstlichen Afternoon Tea. Ok, die Kommentare der Stadtrundfahrt waren dürftig, aber das war nicht weiter schlimm. Ich habe ihr die wichtigsten Sachen einfach so erklärt, während wir uns mit Scones, Sandwichs, Törtchen und Co vollgestopft haben. Das Essen ist wirklich sehr gut!

Amy Street Art Trail und ein Treffen mit dem Street Artist Pegasus

Ich stehe total auf die Londoner Street Art und ein Künstler, den ich sehr bewundere, ist Pegasus. Im März hatte ich die Gelegenheit ihn zu treffen, denn er war mit mehreren Kunstwerken am Amy Street Art Trail in Camden beteiligt. Dieser Trail und eine passende Ausstellung im Jüdischen Museum wurden zu Ehren von Amy Winehouse eröffnet. Beim „Press View“ konnte ich mir die Kunstwerke im Museum schon vor der offiziellen Eröffnung anschauen und Pegasus ein paar Fragen stellen. Es war mein erstes Interview und ich war so nervös, dass ich gar nicht so viele und gute Fragen gestellt habe, wie ich das gewollt hätte…Pegasus war sehr sympathisch und falls er sich gewundert hat, warum nur so komische Fragen kommen, hat er es sich nicht anmerken lassen ? Ich hoffe sehr, dass ich noch mal die Chance bekomme ihn zu treffen.

Bascule Chamber Konzert in der  Tower Bridge

Im Sommer hatte ich es endlich geschafft, Tickets für ein Konzert in der Tower Bridge zu bekommen. Die „Bascule Chambers“ sind die Orte, wo Teile der Brücke versenkt werden, wenn sich die Brücke öffnet. D.h. man ist unterhalb der Themse in einem dunklen, aber relativ geräumigen Raum und lauscht Musik. Oder wie im letzten Jahr einer Mischung aus Konzert, Poetry und Live Performances. Ich gestehe, dass ich die Künstler nur so lala fand, aber die Akustik hier unten war großartig und schon die Tatsache, dass man sich in diesem Raum befindet, hat es zu einem coolen Event gemacht.

Champagner Cocktails Vertigo 42

Im November wird es schon früh dunkel und London erstrahlt. Das ist besonders gut zu beobachten, wenn man einen guten Aussichtspunkt hat. Den habe ich gemeinsam mit Sandra von A decent cup of tea  im Vertigo 42 gefunden. Diese Champagnerbar ist zwar hochpreisiger, aber die Aussicht ist ganz wundervoll! Ein besonderer Moment in 2017 für mich, weil sich ein nächtliches London mit einem Bellini in der Hand und mit netter Begleitung gleich noch mal viel schöner ist.

Christmas at Kew

Sicherlich DAS Highlight meiner Vorweihnachts-Saison in London im letzten Jahr. Christmas at Kew hat mich so verzaubert! Im Garten des botanischen Gartens wurden auf einem Rundweg diverse Licht- und Musikinstallationen aufgebaut. Zwischendrin gab es immer wieder Buden mit heißen Getränken und sogar ein Feuer zum Marshmallows rösten. Die ganze Veranstaltung war einfach großartig, aber am coolsten fand ich die Lasershow am Palmenhaus. Über Minuten wurde mit Laser, Licht, Weihnachtsliedern und Rauch die tollsten Bilder erzeugt. Wer hier nicht in Weihnachtsstimmung gekommen ist…

Depeche Mode Konzert

Ich bin seit vielen Jahren Depeche Mode Fan und auf jeder Tour versuche ich mindestens ein Konzert zu besuchen. In 2017 war sogar eins in London mit dabei. Im ehemaligen Olympic Stadium war ich zuletzt während der Paralympics in 2012. Seitdem hat sich viel getan im „Queen Elizabeth Olympic Park“. Das Stadium wurde verkleinert und wird seitdem nicht nur als Fußballstadion für Westham United genutzt, sondern eben auch für Großkonzerte. Deine Lieblingsband in deiner Lieblingsstadt zu hören – viel besser geht es nicht!

Natural History Museum – Die Neueröffnung der Hintze Hall

Das Naturkundemuseum in London ist toll! Ich gehe immer wieder hin, weil die Sammlung umfangreich ist und es immer wieder was Neues zu entdecken gibt. Im Juli 2017 wurde nach monatelangen Umbauten die Eingangshalle wiedereröffnet. Die wurde nicht nur gründlich saubergemacht und restauriert, auch das bekannte und beliebte Dinosaurierskelett Dippy wurde ausgetauscht. Ab sofort schwingt sich das Skelett von Blauwal Mädchen Hope von der Decke hinunter zu den Zuschauern. Sehr beeindruckend, darunter zu stehen! Ein tolles Erlebnis direkt am Eröffnungstag vor Ort zu sein, so konnte ich allen Lesern meines Blogs ganz aktuell und zeitnah erste Bilder und Eindrücke schicken.

Strawberry Hill House

Dieses kleine weiße Schloss stand schon so lange auf meiner Bucket List und im Spätsommer hat es dann endlich geklappt. Es ist live noch viel schöner als auf allen Fotos! Als ich vor Ort war, wurde gerade der 300te Geburtstag von Horace Walpole (Schriftsteller und Erbauer des Schlosses) gefeiert. Im Garten gab es Stände mit Essen und Getränken, Live Musik und das Wetter war einfach perfekt. Es war einer dieser letzten guten Tage im Sommer und der Pimm’s hat in Begleitung eines alten Freundes noch viel besser geschmeckt. Definitiv einer der Momente in 2017 wo ich die Zeit am liebsten langsamer gedreht hätte.

Tooting

Über eine Facebook Gruppe habe ich Jes kennengelernt, die in Tooting wohnt. Diese Gegend hatte ich noch nie besucht. Aber Lonely Planet hatte Tooting unter die Top Ten der besten „Neighbourhoods“ gewählt und auch Jes bestätigte mir, dass es hier sehr lebenswert ist. Also haben wir uns getroffen und sie hat mir ihr Viertel gezeigt. Tooting ist so ganz anders als die Londoner City. Es ist noch wenig gentrifiziert, es wirkt ursprünglich mit kleineren Straßen und Läden. Viele Startups sind hier zu finden und viele der Geschäfte und Restaurants haben sich per Crowdfunding finanziert. Hier kennt man seine Nachbarn und Gemeinschaft wird großgeschrieben. Ich habe mich hier wohl gefühlt! Aber auch hier kommt der Wandel: der historische Tooting Market könnte zu großen Teilen abgerissen werden, wenn der Bau einer neuen Bahntrasse kommt. Das vegetarisch/vegane Café Sound Lounge steht vor dem Aus, weil hier ein Hotel gebaut werden soll. Dieser Tag war aus mehreren Gründen ein Highlight in 2017: Ich habe eine neue Bekannte in London gefunden, die ich für ihre Arbeit bewundere. Jes ist Crowdfunding Expertin und unterstützt coole Projekte weltweit und ich habe eine Gegend von London kennengelernt, die neu für mich war. Lecker gegessen haben wir übrigens auch.

V&A Late Opening mit Wein und live Klavier Musik

Manchmal sind die ungeplanten Dinge die besten. So auch an dem Abend wo wir im Courtyard Café des V&A Museums gelandet sind. Die Füße schon platt gelaufen, aber immer noch nicht müde genug um ins Hotel zu gehen, sind wir an einem Freitagabend im Museum gelandet. Das hat dann länger geöffnet und auch das tolle Courtyard Café mit den Marmorsäulen und reich verzierten Wänden ist bis 21.30 Uhr offen. Bei einem guten Abendessen mit Wein konnten wir dann sogar noch einem Klavierspieler lauschen. Ein gelungener Abschluss eines tollen Tages in London.

Das waren meine 10 London-Reisehighlights aus 2017. Ich bin schon sehr gespannt auf das neue Jahr und die vielen Erlebnisse, die es bereit halten wird!

 

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