Last Updated on 14. März 2022

Am 8. März ist Internationaler Frauentag und deswegen stelle ich euch im aktellen Post berühmte Frauen vor, die entweder aus London stammen, oder die eine besondere Bindung zur Stadt haben.

Florence Nightingale – Begründerin moderner Krankenpflege

Florence Nightingale gilt als Begründerin der modernen Krankenpflege. Sie wurde 1820 in Florenz geboren, wuchs aber in England auf. Ihre Krankenschwester Ausbildung hat sie zum Teil auch in Deutschland absolviert (in Kaiserswerth). Sie arbeitete als Krankenschwester im „Crimean War of 1854“ und entdeckte den Zusammenhang zwischen Hygiene und Desinfektion und einer verminderten Sterberate.

Im Krieg war sie rund um die Uhr im Einsatz und prüfte auch nachts – mit einer Laterne in der Hand – das Wohl der Patienten. Sie wurde daher als “The Lady with the lamp” bekannt.

Zurück in London gründete sie 1860 die Nightingale Training School of Nursing at St Thomas’ Hospital. Gesundheitliche Probleme fesselten sie früh dauerhaft ans Bett, 1910 verstarb sie. Ihr Erbe lebt aber weiter und gerade in London kann man an einigen Orten auf ihren Spuren wandeln. Wo das genau ist, kannst du im passenden Post nachlesen.

Agatha Christie – die Grande Dame des Krimis

Krimiautorin Dame Agatha Christie (1890 – 1976) hat den Großteil ihres Lebens in London verbracht und auch viele ihrer Bücher sind hier entstanden. Sie hat in mehreren Häusern gelebt, an 58 Sheffiled Terrace, Holland Park befindet sich eine Blue Plaque. Hier lebte sie zwischen 1934 und 1941.

Ihr Stück “The Mousetrap” wurde erstmalig am 25.11.1952 in London aufgeführt. Seitdem läuft es nahezu non-stop durch (Ausnahmen während der Covid Pandemie) und ist das weltweit am längsten laufende Stück. Besonders ist auch, dass die Auflösung seitdem geheim gehalten wird. Am Ende der Vorführung werden alle Besucher um Stillschweigen gebeten. Im Eingangsbereich vom Theater kann man sehen, wie viele Vorstellungen es schon gab.

Zum 60-jährigen Jubiläum des Stückes in 2012 wurde ein Bronzedenkmal an der Kreuzung Cranbourn Street und Great Newport Street (nahe der Leicester Square Station) eröffnet. Es zeigt ein übergroßes Buch von Ben Twiston-Davies, in dessen Mitte sich der Kopf von Christie umgeben von Personen und Gegenständen ihrer Bücher (u.a. Miss Marple, der Orient Express…) befinden.

Das Camdener Girl – Amy Winehouse

Amy Winehouse (1983-2011) ist und war eine meiner Lieblingssängerinnen. Umso tragischer ihr viel zu früher Tod 2011 durch eine Alkoholvergiftung. In Camden hat sie gelebt und hier befindet sich auch die lebensgroße Statue mit ihren Markenzeichen Beehive, kurzem Kleid und dickem Lidstrich. Seit 2015 steht sie vor dem Staples Market. Immer wieder lassen ihre Fans Armbänder oder Blumen da.

Ihre erste Wohnung war in Jeffrey’s Place, 30 Camden Square war ihr letztes Zuhause, hier starb sie auch.

In Camden gibt es einige Street Art zu ihren Ehren, ihr guter Freund Pegasus hat gleich mehrere Kunstwerke für sie geschaffen. 2017 fand ihre Verehrung einen Höhepunkt und zwar mit dem „Amy Winehouse Street Art Trail“, der durch Crowdfunding finanziert wurde. Passend dazu gab es auch eine Ausstellung im Jüdischen Museum, die viele persönliche Gegenstände zeigte.

Wo überall sonst du an Amy erinnert wirst, kannst du im passenden Post “Auf den Spuren von Amy Winehouse” nachlesen.

Millicent Fawcett – Vorreiterin für das Frauenwahlrecht

2018 war das Jahr des hundertjährigen Wahlrechts für Frauen in Großbritannien. Und passend dazu wurde am Parliament Square die erste Statue einer Frau enthüllt. Die zeigt Millicent Fawcett, die Präsidentin der „National Union of Women’s Suffrage Societies“ (NUWSS), dem britischen Dachverband der Frauenwahlrechtsbewegung. Sie machte sich ohne den Einsatz von Gewalt für das Frauenwahlrecht ein. Das grenzt sie von Emmeline Pankhurst ab, der Co-Gründerin der militanten „Women’s Social and Political Union“.

Ada Salter – Einsatz in Bermondsey

Ada Salter und ihr Ehemann Dr Alfred Salter kamen bewusst nach Bermondsey, um dort in den damaligen Slums kostenlose Krankenversorgung bzw. Communityarbeit zu betreiben. Sie waren beide zu Lebzeiten sehr geschätzte Personen, die im Privaten aber Tragisches erlebten. Denn ihre kleine Tochter Joyce starb mit nur acht Jahren an Scharlach.

Ihrer Familie inklusive Katze ist eine Skulpturengruppe in Bermondsey gewidmet: Dr Salter’s Daydream. Gefällt mir sehr gut, vor allem die Aussicht über den Rücken der Katze auf die City ist atemberaubend.

Royale Powerfrauen

Natürlich dürfen auch die royalen Frauen in einem solchen Post nicht fehlen. Am Anfang steht natürlich Her Majesty herself. Über die habe ich 35 Fakten zusammengetragen. Kanntest du alle?

Auch über Kate gibt es Spannendes zu erzählen und zwar von meiner Blogger Kollegin Sandra in ihrem Post über die Herzogin.

Und natürlich ist da auch noch Diana, die Prinzessin der Herzen. Auf ihren Spuren kannst du wandeln, wenn du den Kensington Palast besuchst, im Hyde Park erinnern der Diana Memorial Playground und die Diana Memorial Fountain sowie der Diana Memorial Walk (11km) an sie. Wenn du nach der ganzen Lauferei eine Pause brauchst, kannst du die im Cafe Diana einnehmen. Alle Orte, die an sie erinnern, habe ich im Post “Auf den Spuren von Diana” zusammengestellt.

Welche anderen coolen und/oder wichtigen Frauen in London kennst du noch? Ergänze die Liste gerne mit einem Kommentar unter diesem Post.