Last Updated on 6. Juni 2026

London ist eine erstaunlich grüne Stadt. Parks, Gärten und Grünflächen prägen das Stadtbild das ganze Jahr über – von Osterglocken und Kirschblüte im Frühling bis hin zu Bluebells und Wisteria im Sommer. Das optische Bild der Stadt wandelt sich ständig. Grund genug, diesen schönen Gärten einen eigenen Post zu widmen!

Die hier vorgestellten Orte sind bei weitem nicht alle – vor allem etwas außerhalb des Stadtkerns gibt es herrliche Herrenhäuser mit beeindruckenden Grünanlagen. Dieser Post wird daher regelmäßig erweitert, immer dann, wenn ich einen neuen Garten entdecke.

Öffentliche und kostenlose Gärten in London

Kyoto Garden

Ein Besuch im Kyoto Garden ist ein kleiner Kurztrip nach Japan – mitten in London. Der besondere Teil des Holland Parks beeindruckt mit Koi-Karpfen, Ahornbäumen und steinernen Laternen. Und echte Pfaue laufen hier auch frei herum!

Fukushima Garden

In direkter Nachbarschaft zum Kyoto Garden liegt seit 2012 der Fukushima Garden, der den Opfern des Tsunamis von 2011 gedenkt und als Dank für die britische Unterstützung nach dem Unglück angelegt wurde.

Crossrail Place Roof Garden

Mitten zwischen den Hochhäusern von Canary Wharf versteckt sich ein kleiner Garten mit exotischen Pflanzen: der Crossrail Place Roof Garden. Die Pflanzen stammen aus Ländern, die die West India Dock Company vor rund 200 Jahren mit ihren Handelsschiffen angesteuert hat – eine schöne historische Verbindung zum Ort.

Victoria Embankment Garden

Der Victoria Embankment Garden erstreckt sich zwischen der Blackfriars und der Westminster Bridge. Mehrere Blumenbeete, viele Bänke, eine kleine Outdoor-Gym und jede Menge Statuen machen ihn zu einem angenehmen Zwischenstopp. Besonders faszinierend ist das York Water Gate – einst Teil des York House (auch Norwich Palace) und direkt am Themse-Ufer erbaut. Heute zeigt seine Lage eindrucksvoll, wie sehr der Flusslauf über die Jahrhunderte verändert wurde. Das York House wurde in den 1620ern erbaut.

Hampstead Pergola & Hill Gardens

Einer meiner Lieblingsorte im Norden der Stadt! Die Hampstead Pergola bietet beeindruckende Architektur und echte Ruhe – ein Ort, den man sich für sich alleine wünscht. Ausführliche Infos und Tipps zur Anreise gibt es im eigenen Post über die Pergola.

Barbican Conservatory

Das zweitgrößte Gewächshaus Londons mit über 2.000 tropischen Pflanzen und Bäumen – und das mitten im Barbican Centre? Ja, wirklich! Das Barbican Conservatory hat an ausgewählten Sonntagen geöffnet. Ein Hidden Gem für alle, die London abseits des Mainstreams erkunden möchten.

Postman’s Park

Der Postman’s Park ist ein kleiner, aber bewegender Ort. Hier werden keine Kriegshelden geehrt, sondern ganz normale Menschen, die ihr Leben riskiert oder verloren haben, um andere zu retten. 50 Keramikplaketten erinnern an ihre Geschichte – berührend und nachdenklich stimmend zugleich.

St Dunstan-in-the-East

Für mich ist diese Kirchenruine einer der magischsten Orte in ganz London. Die von Pflanzen überwucherten Mauerreste schaffen eine ganz besondere Atmosphäre – Ruhe mitten in der City. Ich verbinde damit auch eine lustige Geschichte, denn ich kannte sie jahrelang unter einem anderen Namen.

Roof Top Gardens

Ich bin großer Fan von Aussichtsplattformen und London von oben bewundern. Das geht natürlich ganz wunderbar von einem der Rooftop Gärten. Die sind oft mehr als nur Gärten, viele bieten Essen und Trinken mit an und schöne Ausblicke auf die Stadt sind fast immer garantiert.

Der Sky Garden

Der Sky Garden ist schon ein Klassiker, wobei sich beim ihm immer noch gestritten wird, ob er ein wirklicher Garten ist. Die Begrünung auf den Terrassen fällt überschaubar aus – ursprünglich war mehr geplant. Trotzdem lohnt sich der Besuch. Wenn du neugierig bist, lies gerne im passenden Post über den Sky Garden weiter.

Der Garden @ 120

Der Garden @ 120 in der City of London ist einer meiner Lieblinge in der City of London. Er ist kostenlos zugänglich und bietet einen 360-Grad-Blick auf The Gherkin, den Sky Garden und sogar den Tower of London. Unbedingt besuchen!

Queen Elizabeth Hall Roof Garden

Der Rooftop-Garten des Southbank Centre – perfekt gelegen, um einen Spaziergang entlang der Themse zu kombinieren.

Londons royale Gärten

London ist eine königliche Stadt – und das merkt man auch an den Gärten. Eine ganze Reihe royaler Grünanlagen ist für die Öffentlichkeit zugänglich, die meisten sogar kostenlos.

Buckingham Palace Garden

Der Garten hinter dem Buckingham Palace ist nur im Sommer zugänglich, wenn der Palast zur Besichtigung öffnet und die königliche Familie nicht vor Ort ist. Dann kann man nach dem Rundgang durch die Prunkgemächer auch den Garten erkunden – ein besonderes Erlebnis!

Kensington Garden und Hyde Park

Die Grenze zwischen Hyde Park und den Kensington Gardens ist fließend. In dieser riesigen Grünanlage ist wirklich viel los: Kensington Palace, das Albert Memorial, die Serpentine Galleries, der Diana Playground mit der Elfin Oak und die berühmte Peter Pan Statue befinden sich alle hier.

Im südöstlichen Teil des Hyde Park liegt der Rose Garden – ein kleiner, abgegrenzter Bereich mit intensiv duftenden Rosen und einem hübschen Brunnen. Ein echtes Highlight im Sommer!

Ebenfalls im Hyde Park, nahe der Lancaster Gate Station, befindet sich der Italian Garden. Man glaubt, dass Prinz Albert ihn seiner Queen Victoria schenkte. Zwischen vier Becken mit Fontänen steht ein kleines Pump-Haus, von dem aus die Fontänen einst mit Dampfturbinen betrieben wurden.

Hampton Court Palace

Auch der weitläufige Garten des Hampton Court Palace lohnt sich sehr. Neben großen Rasenflächen gibt es hier den ältesten erhaltenen Irrgarten ganz Großbritanniens – und den größten Weinstock der Welt, der stolze 250 Jahre alt ist.

Royal Kew Gardens stelle ich in der Rubrik kostenpflichtige Gärten vor. Der botanische Garten ist ein toller Ort für einen Tagesausflug

Events rund um Gärten und Blumen in London

Natürlich dürfen auch Veranstaltungen rund um das Thema Garten nicht fehlen.

Das Open Garden Squares Weekend

Das Open Garden Squares Weekend ist eine einmalige Gelegenheit, Gärten zu besuchen, die normalerweise für die Öffentlichkeit geschlossen sind – Firmengärten, private Gemeinschaftsgärten oder Hotelhöfe. An einem Wochenende im Juni öffnen sie für alle Gartenbegeisterten ihre Tore. Mit dem Ticket hast du Zutritt zu allen teilnehmenden Gärten. Wichtig: Bei einigen ist der Eintritt limitiert, also rechtzeitig Tickets sichern! Viele Gärten bieten zudem ein Programm mit Musik, Kuchen und Führungen.

Die Chelsea Flower Show

Die Chelsea Flower Show ist die Blumenshow in Großbritannien. Auf dem Gelände des Royal Hospital Chelsea (dem Alterswohnsitz von Kriegsveteranen) werden an 5 Tagen die neuesten Trends in Sachen Gartendesign und Pflanzen vorgestellt. Am letzten Tag gibt es einen großen Ausverkauf. Die Eröffnung wird traditionell von Mitgliedern der königlichen Familie besucht.

Chelsea in Bloom

Parallel zur Chelsea Flower Show verwandelt sich der gesamte Chelsea-Kiez: Restaurants, Hotels und Geschäfte schmücken sich aufwändig nach einem festgelegten Motto und kämpfen um den Titel der schönsten Deko. Kostenlos, farbenfroh und absolut sehenswert – auch für alle, die keine Tickets zur Flower Show ergattert haben.

Museen mit Gartenbezug

Natürlich gibt es zwischen den über 250 Museen in London auch welche, die das Thema Garten bedienen. Und dazu zählen die folgenden.

Das Garden Museum

Das Garden Museum in Lambeth widmet sich der Geschichte der britischen Gartenkultur – untergebracht in einer ehemaligen Kirche. Neben der Ausstellung lohnt sich der Ausblick vom Glockenturm auf die Stadt und ein Besuch des gut sortierten Shops. Mehr Eindrücke findest du im passenden Post über meinen Besuch im Garden Museum.

Natural History Museum

Auch das Natural History Museum hat für Gartenliebhaber einiges zu bieten: der Wildlife Garden rund ums Gebäude beherbergt über 3.000 Arten an Flora und Fauna – mitten in South Kensington. Und wenn du den Weg zum Museum durch den Museumstunnel nimmst, dann kommst du automatisch im noch relativ neu gestalteten Gartenbereich raus, der zeigt, wie sich das Leben auf der Erde im Laufe der Jahrtausende verändert hat. Incl. dem großen Dino-Skelett von „Fern“. Einen in Lebensgröße dargestellten Diplodocus aus Bronze.

Der Herb Garret des Old Operating Theatre Museum

Angegliedert an das Old Operating Theatre Museum ist der Herb Garret. In diesem Bereich wurden die Heilpflanzen für die kranken Patienten getrocknet und aufbewahrt. Der Besuch lohnt sich für alle, die sich mit Heilpflanzen beschäftigen wollen, aber auch, wer tiefer in die Geschichte Londons einsteigen will. Denn der Operationssaal ist eine echte Besonderheit. Nicht nur der einzige, der in ganz Europa überlebt hat, sondern auch wie man ihn wiederentdeckt hat. Neugierig? Dann lies im Post über das Old Operating Theatre Museum weiter.

Horniman Museum

Der Garten des Horniman Museums im Süden der Stadt bietet nicht nur großartige Ausblicke über London, sondern auch viel zum Anfassen, Entdecken und Lernen – besonders für Familien mit Kindern ein Geheimtipp.

Kostenpflichtige Gärten

Nicht alle Gärten sind kostenlos, als Beispiel für die kostenpflichtigen möchte ich dir zwei vorstellen.

Kew Gardens

Die Royal Botanic Gardens in Kew (kurz Kew Gardens) sind ein riesiger botanischer Garten im Westen Londons. Themengärten, die größten Gewächshäuser der Stadt, ein Treetop Walkway, der Kew Palace und das Kunstwerk „The Hive“ – ein begehbarer überdimensionaler Bienenstock mit Surround-Sound – machen Kew zum perfekten Tagesausflug. Besonders empfehlenswert ist er zur Vorweihnachtszeit, wenn die Licht- und Soundinstallation „Christmas at Kew“ für Stimmung sorgt.

Chelsea Physic Garden

Der Chelsea Physic Garden ist der älteste botanische Garten in London. Er existiert bereits seit 1673. Gegründet, um Heilpflanzen anzubauen, ist er immer noch Ort der Heilung und des Wissens rund um wohltuende Kräuter und Pflanzen. Über 4500 Arten davon befinden sich hinter den Mauern des Gartens. Mehr Eindrücke über diesen Hidden Gem findest du im passen Post „Der Chelsea Physic Garden„.

Geheimtipps: die wilderen, alternativeren Gärten

Die folgenden Gärten sind bewusst nicht aufgeräumt und perfekt – sie sind wilder, lebendiger und alternativer. Und in beiden gibt es Street Art von bekannten Künstlern. Genau das macht sie für mich so besonders.

Dalston Eastern Curve Gardens

Der Dalston Eastern Curve Garden im Osten Londons ist grün, bunt und künstlerisch. Gleichzeitig ist er sehr familienfreundlich ausgerichtet – mit Spielflächen und einer entspannten Atmosphäre.

Der Phoenix Garden

Der Phoenix Garden ist eine grüne Oase zwischen Tottenham Court Road und Covent Garden – mitten im Trubel von Central London. 1984 auf einem ehemaligen Nachkriegsparkplatz entstanden, ist er heute ein Community Garden mit echtem Charakter. Bekannt ist er auch aus dem Film „Last Christmas“, für den hier Teile gedreht wurden – das große Stik Mural im Hintergrund ist unverkennbar.

Welcher schöne Garten fehlt noch? Hinterlasse gerne einen Kommentar, damit ich meine Liste weiter ergänzen kann!