Die “Warner Bros. Studio Tour London – The Making of Harry Potter” ist seit ihrer Eröffnung 2012 ein echter Publikumsmagnet. Mein letzter Besuch ist schon eine Weile her und daher habe ich u.a. den “Forbidden Forest” noch gar nicht gesehen. Um meine Neugier zu stillen, habe ich meine Blogger Kollegin Diana vor ihrem Besuch mit Fragen ausgestattet und sie gebeten, als Außenreporterin für Totally-London mal ganz genau die Augen offen zu halten. Hier sind ihre Eindrücke.

Diana, bist du Harry Potter Fan?

Ich bin schon ein ziemlicher Harry Potter Fan. Ich würde mich so bei 8 auf einer Skala von 1-10 einschätzen. Souvenirs habe ich erst seit dem  Besuch bei der Harry Potter World bzw. seit dem Besuch in London. Aber ich habe alle Bücher gelesen. Dabei erinnere mich noch  genau, wie ich das erste Buch ausgelesen habe und nachts um eins aufgestanden bin, um mir Band 2 zu bestellen, weil ich es nicht aushalten konnte, wie es mit Harry weitergeht und was er noch erleben wird. Die Bücher habe ich nur auf Englisch (und Kroatisch) gelesen, aber nie auf Deutsch. Daher kannte ich auch die deutschen Namen der Personen, Orte und Straßen nicht. Diese Namen habe ich dann erst durch das Schauen der Filme kennen gelernt.  Mein Freund und ich schauen die Filme jedes Jahr mindestens einmal, meist in der Vorweihnachtszeit. Die will ich jetzt nach dem Besuch in den Harry Potter Studios aber auch alle noch einmal in Englisch schauen.

Ist das dein erster Besuch der Harry Potter World?

Ja, das war mein erster Besuch. Allerdings habe ich vorher schon gerne Blogbeiträge dazu gelesen und es auf den Sozialen Medien verfolgt. Und Freunde von mir haben für einige Jahre bei London gewohnt und waren dann in der Harry Potter World und haben davon erzählt. Da saß ich nur mit offenem Mund da und war ganz neidisch. Die haben das so toll beschrieben und ich erinnere mich genau wie ich die Bilder von Harry, Hermine und Ron in der Vorhalle betrachtete und die Fotos aus der Ausstellung. Und da habe ich beschlossen, dass ich unbedingt selber einmal in die Harry Potter Welt eintauchen muss!

Welches war dein Lieblingsset und warum?

Das ist eine so schwierige Frage. Denn da waren so tolle Sets dabei: die große Halle, der Unterrichtsraum für Zaubertränke, die Winkelgasse, das Haus im Ligusterweg 4 (Heißt das so? Ich kenne es besser als 4 Privet Drive.).

Mein Lieblingsset war aber Dumbledores Büro. Die Vitrinen voll mit den verschiedensten geheimnisvollen Gerätschaften, die Bilder der ehemaligen Schulleiter von Hogwarts. Aber am besten gefallen hat mir an Dumbledores Büro das Denkarium. Da  konnte man hineinschauen und sah unter anderem einen ganz erschrockenen Harry, der einen mit großen Augen von der glatten Oberfläche aus anstarrte. Und ich erinnerte mich an die vielen Sequenzen, in denen das Denkarium eine so wichtige Rolle spielte.

Dumbledores Büro ist für mich auch der Ort, wo sich oft vieles klärt, wo man Hinweise erhält, was es mit Harrys Schicksal auf sich hat. Und daher mochte ich das am liebsten.

Was kannst du vom “Forbidden Forest“ und dem “Goblet of Fire“ berichten?

Sowohl der “Forbidden Forest” als auch “Goblet of Fire” sind noch relativ neue Ergänzungen der Ausstellung.

Zum “Goblet of Fire” gab es gar keine extra Abteilung. Es stehen immer in der Ausstellung einige Ausstellungsstücke zwischen den anderen, die dann mit „Goblet of Fire“  bezeichnet sind. So steht z.B. der Feuerkelch selbst in der Großen Halle. Der wurde sogar aktiv und spukte einen Namen aus, den wir alle kennen!

Toll war auch die Eisbar, die wir vom Weihnachtsball, an dem Hermine mit Viktor Krum teilnimmt, kennen. Oder auch die Wasserhähne aus dem Bad der Vertrauensschüler, in dem Harry baden geht und dann sein Goldenes Ei öffnet, welches er bei der ersten Aufgabe erarbeitet hat. Auch das goldene Ei ist zu sehen.

Was ich auch ganz spannend fand, war dass es im hinteren Bereich der Ausstellung die Modelle der Wasserwesen zu sehen gibt. Und eines davon ist Viktor Krum als Hai!

Ganz besonders toll fand ich die Beauxbaton-Kutsche, die von geflügelten Pferden durch die Lüfte gezogen und vor dem Modell von Hogwarts gezeigt wird.

Durch den Forbidden Forest muss man durch, um zu den Open Air Ausstellungsstücken zu gelangen. Gut zu wissen: es gibt auch einen extra Weg, um ihn zu umgehen, falls man das Stroboskop-Licht nicht verträgt.

Ich fand den wegen der Spinnen schon ganz schön gruselig. Toll dort Seidenschnabel zu begegnen. Aber der Größe und Tiefe des Waldes und aller Geheimnisse, die er birgt, wird dieser Teil der Ausstellung nicht gerecht.

Insgesamt war die Ausstellung zwar gut besucht, aber nicht überfüllt. Es gab sogar Tickets vor Ort zu kaufen. Dadurch, dass die Ausstellung sehr weitläufig ist, steht man auch nicht dicht an dicht. Aber man ist natürlich nicht alleine dort…

Wie lange warst du vor Ort?

Unsere Zeit in der Ausstellung begann um 14.30 Uhr und wir waren ca. fünf Stunden dort. Es gibt wirklich genug zu sehen. In der Einführung zu Beginn des Rundgangs wurde gesagt, dass der Rekord für einen Ausstellungsbesuch wohl bei 14 Stunden liegt.

Wie viele Fotos hast du gemacht?

Ich fotografiere tatsächlich immer zu wenig. Und seitdem ich blogge, ermahne ich mich immer, mehr Bilder zu machen. Ich habe in der Ausstellung 300 Bilder mit meinem Fotoapparat gemacht und dann noch einmal mit dem Smartphone 100 Bilder. Man wird aufgefordert, seine Bilder über seine Sozialen Medien mit dem Hashtag #wblondontour zu teilen. Leider dürfen die Bilder nur privat verwendet werden und ein Blog zählt nicht als private Nutzung. Also für die Bilder zu all den tollen Ausstellungsstücken dann auf Instagram, Facebook und Co. schauen!

3 Wörter, um dein Erlebnis zu beschreiben

endlich – magisch – eintauchen

Wirst du wiederkommen?

Ja, auf jeden Fall. Beim Hinausgehen sind mir auch die Hinweise auf die zwei kommenden Ausstellungen, nämlich die dunklen Künste (ab Herbst) und Hogwarts im Schnee (im Winter) aufgefallen. Der nächste London Besuch ist auf jeden Fall bereits geplant! Sowohl “Die dunklen Künste” als auch “Hogwarts im Schnee” sind Sonderausstellungen, die es nur zu bestimmten Jahrenszeiten gibt. Die genauen Daten findet man online. 

Liebe Diana, vielen Dank für deinen Reportereinsatz! Ich kann meinen nächsten Besuch jetzt gar nicht mehr abwarten, auch wenn ich mich Monate gedulden muss. Diana schreibt auf ihrem eigenen Blog “Kurzreisen und Meer” übrigens über Kreuzfahrten und Kurztrips. Die finden oft innnerhalb Deutschlands statt, aber auch für Reisen in Europa kannst du dich auf ihrer Seite inspirieren lassen. Über ihre Eindrücke bei Harry Potter hat sie noch ausführlicher im Post “Harry Potter Studios London – Meine 12 Highlights” berichtet.

Wenn du jetzt auch unbedingt zur Harry Potter World in London musst, dann findest du im Post “Die Harry Potter Studio Tour London” alle wichtigen Infos zur Anreise und weitere Eindrücke der restlichen Filmsets und Requisiten.

Hast du auch schon tolle Erlebnisse vor Ort gehabt? Welches Set hat dir am besten gefallen? Erzähl’ mal in den Kommentaren unter diesem Post.