Last Updated on 26. Oktober 2026

Immersive Experiences öffnen gerade gefühlt an jeder Ecke in London. Und die Tickets sind oft hochpreisig. Doch was genau ist eine immersive Experience überhaupt, warum dieser Hype und wo wird was in London geboten? Alle Infos in diesem Post.

Immersive Experience – was ist das eigentlich?

Unter einer immersive Experience versteht man ein Erlebnis, das eine virtuelle Realität schafft und den Besucher komplett eintauchen lässt. Das kann mit Licht, Sound, Video und/oder Bildern geschehen. Man befindet sich in einer animierten Parallelwelt und kann hier entspannen, was Neues lernen oder einfach nur Spaß haben.

Kostenlose Immersive Experiences in London

Virtuelle Realitäten findest du in London derzeit viele und die meisten verkaufen die Tickets zu Preisen, die erst ab ca. 20 Pfund losgehen. Wenn du erst mal probieren willst, ob das überhaupt was für dich ist, dann kann ich dir zwei kostenlose Ausstellungen empfehlen, die beide sehr gut sind und mich sehr begeistert haben.

Outernet – Tottenham Court Road

Nahe dem Eingang der Elizabeth Line an der Tottenham Court Road befindet sich das neue, goldene Gebäude von Outernet. Hier gibt es zwei Orte für DJs und Konzerte (HERE at Outernet und The Lower Third), die Eintritt kosten. Da ich hier noch kein Event besucht habe, weiß ich nicht, ob sich der Besuch lohnt.

Warum ich Outernet aber hier erwähne, ist ein anderer. Denn auf Straßenlevel befinden sich zwei öffentliche Räume mit wechselnden Bild- bzw. Film- und Toninstallationen und die sind kostenlos und einfach umwerfend. „The Now Building“ – gefällt mir persönlich besser, weil größer und die immersive Experience bis unter die Decke geht. Es gibt Sitzbänke, um alles voll aufzusaugen. Im benachbarten „Now Trending“ gibt es eine kleinere Installation. Kann man mitnehmen, wenn man sowieso da ist.

Alle Infos – zu Tickets und den kostenloses Installationen – auf der Webseite von Outernet.

W1 Curates – Oxford Street

Das Untergeschoss des Gebäudes von W1 Curates ist mit 300 LED Screen ausgestattet und ermöglicht 360 Grad immersive Experiences, die zugänglich für jede/n sind.

Die Ausstellungen wechseln regelmäßig, Tickets sind kostenlos und können via Eventbrite gebucht werden. Bisher hat das noch nie einer kontrolliert, aber der Ort ist noch unbekannter, es kann also sein, dass in der Zukunft strenger drauf geachtet wird.

Infos zu den aktuellen Installationen und auch, wie man als Künstler/in mit ihnen zusammenarbeiten kann, findest du auf der Webseite von W1 Curates. 

Londons kostenpflichtige Immersive Experiences

Die folgenden Ausstellungen sind alle kostenpflichtig und rufen meistens ab 20 Pfund aufwärts auf. Hier muss jede/r entscheiden, ob es das wert ist. Meistens verbringt man zwischen 50 und 90 Minuten vor Ort, je nachdem, wie intensiv man das Erlebnis möchte und wie lange man an einzelen Stationen bleibt.

The Beams – Royal Docks

The Beams befindet sich in einem alten Lagerkomplex in den Royal Docks und verfügt über 55.000 ² Platz. Hier wurde ein Ort für neue Kultur geschaffen, wo Künstler/innen sich platzmäßig richtig austoben können.

Die Eintrittskarten kosten ca. 20 Pfund, der Besuch ist mit 60 – 90 Minuten angesetzt, je nachdem, wie intensiv man Sound, Licht und Bilder/Video auf sich wirken lassen möchte.

Die Lage – in der Nähe des London City Airports – ist ggf. vor Vorteil, wenn man vor dem Abflug noch Zeit rumbringen muss.

Infos über die aktuellen Installationen und Buchung der Tickets auf der Webseite von The Beams. Ich habe ein Ticket für Ende April und berichte dann.

War of the Worlds – City of London

Update: seit 2026 leider geschlossen, da trotz geplanter Umbauten und Modernisierung durch den Anbieter der Mietvertrag leider nicht verlängert wurde.

Basierend auf der gleichnamigen Geschichte von H.G. Wells wurde in der Leadenhall Street die „War of the Worlds – the immersive experience“ geschaffen, die dich in einer Kleingruppe zurück ins London von 1898 bringt. Du bist live dabei, wenn die Marsianer landen und die Menschen angreifen und du wirst 24 Abenteuer erleben, die den Verlauf der Geschichte nachstellen.

Wunderbare Erlebnisse für H.G. Wells Fans, es gibt auch einen kleinen Shop und eine Bar mit Snacks – natürlich alles im Stile der Marsianer.

Buchung der Tickets auf der Webseite von War of the worlds.

Ich kannte das Buch vor meinem Besuch nicht, fand die Umsetzung aber auch so sehr gelungen und möchte jetzt (nachdem ich das Buch gelesen habe) unbedingt noch einmal hin.

Phantom Peak – Canada Water

Phantom Peak ist ein immersive Themepark und befindet sich nahe der Canada Water Station. Von da noch 10 Minuten Fußweg. Für den Besuch solltest du gleich mehrere Stunden einplanen, denn du betrittst eine komplett neue Stadt. Mit Bars, Jahrmarktständen, Shows und Restaurants. Es ist eine Art Mix aus Western und Steampunk Stadt, wo du alles erkunden, Rätsel lösen oder mit einem Boot fahren kannst.

Ich war noch nicht selber da, aber es steht hoch auf meiner Wunschliste.

Mehr Eindrücke und die Buchung der Tickets auf der Webseite von Phantom Peak.

Frameless – Marble Arch

Frameless ist in vier Gallerien aufgeteilt, die insgesamt 43 Kunstwerke zeigen. Aber nicht, wie in einem klassischen Museum. Sondern auf riesigen Wänden, mit Bewegung, Spiegeln und Sound. Und du kannst dich quasi im Gemälde frei bewegen.

Laut Anbieter sollte man ca. 90 Minuten einplanen. Erste Eindrücke und die Buchung der Tickets auf der Webseite von Frameless.

Lightroom King’s Cross

360 Grad Erlebnisse auf riesigen Leinwänden, das bietet der Lightroom. Die Ausstellungen wechsel. Mehr Infos und die Buchung der Tickets auf der Webseite von Lightroom.

Wenn du noch weitere immersive Experiences kennst und vielleicht sogar schon besucht hast, dann teile deine Eindrücke gerne mit mir, indem du einen Kommentar unter diesem Post hinterlässt oder mir eine Email an simone@totally-london.net schickst.