Last Updated on 1. Juni 2021

Zu den Pride Feierlichkeiten ist London noch bunter und lauter als sonst. Regenbögen schmücken schon Tage vor der Parade durch die Innenstadt das gesamte Stadtbild. Jeder ist eingeladen, mit der LGBT+ Community sich, das Leben und die Liebe zu feiern. Denn jede Liebe ist kostbar und es ist egal, wer wen liebt und warum. Hauptsache jeder ist glücklich. Happy CSD bzw. Pride!

Die Pride bzw. CSD Bewegung – was ist das noch mal genau?

Wer vom Begriff Pride zwar schon mal was gehört hat, aber nicht sicher ist, ob man noch alles im Kopf hat – hier kommt eine Zusammenfassung. Pride ist Englisch und besteht für Stolz. Es ist ein Begriff, der aus der Lesben- und Schwulenbewegung stammt. Es geht um den selbstbewussten und stolzen Umgang mit dem eigenen Körper und der sexuellen Identität. Jede/r schaut anders aus, ist anders gebaut, tickt anders, liebt anders. Und das ist gut so. Sei stolz drauf, versteck dich nicht, mach dich nicht klein, genieße dein Leben und liebe wen du willst. Und das wird weltweit mit Paraden gefeiert.

2019 – 50 Jahre Pride bzw. CSD – 50 Jahre Stonewall

Die 2019er Pride war besonders, denn es wurde das 50te Jubiläum gefeiert. Am 28. Juni 1969 starteten die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Homosexuellen und der Polizei in New York. Bei einer Razzia im Stonewall Inn in der Christopher Street sollten mehrere Männer verhaftet werden. Einige widersetzten sich der Verhaftung und man sieht die Geschehnisse heute als Startschuss der modernen Pride Bewegung an. In Deutschland übrigens als Christopher Street Day bekannt.

Pride Month

Der Juni ist weltweit als Pride Month bekannt.

Die Pride Parade in London

In London findet die größte Parade in Großbritannien statt. Gerade der Bürgermeister Sadiq Khan setzt sich aktiv für die örtliche LGBT+ community (das steht für “lesbian, gay, bisexual, trans”, das + für queer, questioning, intersex, non-binary, asexual, polysexual, genderqueer und gender variant) ein.

Die Parade startete bis 2019 an einem Samstag im Juli meist am Portland Place, ging dann über den Oxford Circus, an der Regent Street entlang zum Piccadilly Circus, über Pall Mall und Trafalgar Square zu Whitehall. Das Ende war ca. 17.30 Uhr. Schaulustige konnten entlang der Strecke mitfeiern, tanzen, lachen, neue Menschen treffen und dann am Trafalgar Square zusammenkommen, wo eine große Bühne und diverse Stände darauf warteten, dass weiter die Diversität aller Liebenden gefeiert wird. Die Covid Pandemie sorgt auch hier für Veränderungen. Für 2021 ist die Parade erst für den 11. September gefeiert.

Mehr Infos zum Event findest du auf der Webseite von Pride in London. Und ein paar Impressionen von der Parade 2019 habe ich auch für euch. Die hat die wunderbare Denise Günther aus meiner Facebook Gruppe “London Total” gemacht. Vielen Dank!

Passend zur Pride wechselte Transport for London in den vergangenen Jahren auch einige Roundels aus.

London voller Regenbögen

In London gibt es eigentlich immer viele bunte Regenbögen zu entdecken. Unabhängig davon, ob gerade Pride Monat ist, oder nicht.

  • Die Passage, die Kings Cross mit dem Granary Square und dem Coal Drops Yard verbindet, erstrahlt in Regenbogenfarben und wenn du wieder auf Straßenebene bist, kannst du auch den bunten, übergroßen Vogelkäfig nicht übersehen.
  • In Camden befindet sich ein Regenbogen Zebrastreifen.
  • In Covent Garden kannst du im Conduit Court sogar durch einen Regenbogen hindurch laufen.
  • An einer Unterführung nahe des Paddington Basis gibt es eine bunte Kunstinstallation.

Ausgeh-Empfehlungen für Homosexuelle in London

Einige meiner engsten Freunde sind homosexuell und ich habe sie nach Ausgehtipps gefragt. Die folgenden Clubs bzw. Pubs haben sie mir empfohlen:

Pubs

  • Das Kings Arms in 23 Poland Street, Soho,
  • Admiral Duncon in 54 Old Compton Street, Soho,
  • Das Duke of Wellington in 77 Wardour Street, Soho

Zum Tanzen

  • die Royal Vauxhall Raver, kurz RVT 372 in der Kennington Lane
  • der XXL Club unter den Zugbrücken der London Bridge (hier haben Frauen keinen Zutritt) befindet sich No 1 Invicta Plaza, South Bank

Leider ist das Schließen von Kneipen und Bars ein trauriger Trend in London geworden. Oft werden sie durch Pub-Ketten oder überteuerte Wohnhäuser ersetzt. Einen interessanten Post dazu habe ich beim Guardian gefunden, der beschreibt, dass gerade Locations der LGBT Community oft betroffen sind.

Queer Britain: The National LGBTQ+ Museum

Queer Britain arbeitet an einen Museum, das der Geschichte und Diversität der LGBTQ+ Community gewidmet ist: Das Queer Britiain. Um Up-to-date zu bleiben, folge dem Museum auf Facebook, Instagram oder Twitter.

Warst du zur Pride Parade in London? Wo hast du die Regenbögen überall gesehen? Hast du Ergänzungen zu den Ausgehtipps? Hinterlasse gerne einen Kommentar unter diesem Post!

#pride #prideinlondon