London für Einsteiger: Welche Sehenswürdigkeiten muss man einfach sehen? Ohne welches Bild darf du nicht wieder nach Hause fahren? Welche Erlebnisse machen deinen Aufenthalt in der britischen Hauptstadt erst vollkommen? Ich habe meine Blogger Kollegen nach den Dingen befragt, die man bei seinem ersten Besuch in London unbedingt gesehen bzw. erlebt haben muss.

London vom Wasser aus: Bootstour auf der Themse

Die Themse und London sind untrennbar miteinander verbunden. Der Fluss schlängelt sich mitten durch die britische Metropole und viele Sehenswürdigkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe. Dementsprechend groß ist das Angebot an unterschiedlichsten Bootstouren, von der Dinner Cruise bis zur Spritztour mit dem Speedboat. Eine perfekte Möglichkeit, um London vom Wasser aus zu erkunden, ist der Hop-on Hop-off Riverpass, mit dem man 24 Stunden lang auf Sightseeing-Tour gehen kann. Erste Station ist das Westminster Pier, darauf folgen London Eye, Bankside und Tower Pier bis hin zum Greenwich Pier. Da die Schiffe überdacht sind, geht das bei jedem Wetter. Besonders schön ist die Bootsfahrt aber natürlich bei Sonnenschein. Bei meinem letzten London-Trip habe ich einen traumhaften Sommertag erwischt, so dass ich den Riverpass voll ausnutzte und erst mit dem letzten Boot von Greenwich zurückfuhr. Der Blick vom Royal Observatory in Greenwich auf die Stadt war aber auch zu schön… So lässt sich der “Summer in the City” einfach am schönsten genießen!

Die Bootstour empfiehlt dir Marion von Escape from Reality. Auf ihrem Reiseblog möchte sie ihre Leser inspirieren, dem Alltag zu entfliehen und das Leben zu genießen: Egal ob Fernreisen in aller Welt oder Ausflüge vor der Haustür, individuell oder in der Gruppe, Abenteuer- oder Erlebnisreisen, Overland-Touren, Städtetrips, Kultur und Kulinarik, Wanderungen in der Natur oder auch einfach mal ein Strandurlaub.

 

Antiquitäten, Food Markt, Drehorte und mehr – entlang der Portobello Road in Notting Hill

Bei jedem London-Besuch vergesse ich an diesem Ort die Zeit: die Portobello Road! Sie durchzieht den Stadtteil Notting Hill von Süd nach Nord und ist aus mehreren Gründen berühmt. Zum einen, weil sie in der Romantikkomödie „Notting Hill“ mit Hugh Grant und Julia Roberts als Kulisse dient. Zum anderen findet hier samstags der größte Antiquitätenmarkt der Welt statt: Mehr als 1000 Händler bieten Wohnaccessoires, Platten, Bücher und Second-Hand-Klamotten an, noch dazu gibt es Stände mit Obst und Gemüse, Blumen, Backwaren und anderen Lebensmitteln. Entsprechend voll wird es vor allem im Frühling und im Sommer – am besten besucht man ihn gleich morgens.

Doch selbst ohne Antikmarkt und ohne die Notting-Hill-Drehorte in der Umgebung (etwa „The Notting Hill Book Shop“ im Blenheim Crescent 13, der als Vorlage zum Buchladen im Film diente) ist die Portobello Road etwas Besonderes. Straßenkünstler unterhalten Passanten, bonbonbunte Hausfassaden säumen die Straße, unzählige liebevolle Details, an denen man sich kaum satt sehen kann, schmücken die Geschäfte – etwa eine überdimensionale Teekanne über der Eingangstür oder Schilder in Knallfarben. Ein Tag auf der Portobello Road endet für mich meist auf dem „Acklam Village Street Food Market“ am oberen Ende der Straße. Die Auswahl an internationalen Köstlichkeiten ist hier einfach gigantisch.

Für Susanne vom Flügge-Blog ist die Portobello Road ein besonderer Ort. Auf ihrem Blog schreibt sie über das Reisen und Auswandern und lässt uns in ihren persönlichen Geschichten daran teilhaben, wie das Reisen sie verändert.

Eichhörnchen im St. James’s Park

Mein erster Stopp in London war – ganz klar – weder der Buckingham Palace noch der Tower of London, sondern etwas viel Schöneres: der St. James’s Park und seine Eichhörnchen. Ihr erklärt mich jetzt vielleicht ein bisschen für verrückt, aber die zutraulichen Tierchen, die dort zwischen Wiesen und Bäumen hin- und her hüpfen, zwischendurch auf Beine und Schultern klettern und sich mit Nüssen füttern lassen, sind für mich ein Londoner Highlight! Der Park liegt übrigens praktischerweise in Westminster, direkt im Umfeld der wichtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Big Ben und der Buckingham Palace sind direkt um die Ecke und auch auf das London Eye kann man vom Park aus gucken. So könnt ihr den St. James’s Park als kleine Abwechslung vom Sightseeing-Programm nutzen – man kann hier wunderbar am Teich entlang spazieren gehen oder sich kurz hinsetzen und die Sonne genießen. Und dann natürlich die Lieblingsbewohner des Parks: die Eichhörnchen! Mit ein bisschen Glück (und vor allem einer kleinen Packung Nüsse) kriegt man sie problemlos dazu, einem auf die Schultern zu klettern oder aus der Hand zu fressen. Viel Spaß!

Ariane von Heldenwetter sagt über sich selbst „Egal, wo meine Füße sind, ein Teil meines Herzens ist immer woanders – und mindestens ein Finger fährt über die nächste Landkarte. Heldenwetter ist Tagebuch und Ausgleich, ein Blog über Orte und die Geschichten, die sie erzählen.“

Die Tower Bridge – ein Spaziergang in 42 Metern Höhe

Ein Besuch der Tower Bridge gehört bei deinem ersten London-Besuch unbedingt auf deine „Muss-ich-sehen“-Liste. Warum? Das hätte ich mich vor meinem ersten London-Trip auch gefragt. Dann stand ich vor dem 244 Meter langen und 65 Meter hohen Wahrzeichen und war selbst überrascht, wie sehr mich eine – vermeintlich einfache – Brücke faszinieren kann.

Das schönste an der Tower Bridge ist, dass du sie erleben kannst. Denn du kannst nicht nur von außen über sie flanieren, sondern auch in der Brücke umherspazieren. Innen gibt’s zudem ein tolles Museum mit spektakulären Ausblicken.

Du findest den Museumseingang im Nordturmwest-Turm. Mit dem Fahrstuhl geht’s 42 Meter nach oben, wo du zuerst einen Film anschaust, der dir Interessantes über die Tower Bridge verrät. Anschließend kannst du die Brücke von innen überqueren. Dabei hast du nicht nur einen grandiosen seitlichen Ausblick sondern auch nach unten freie Sicht. Seit 2014 hat die Tower Bridge einen 7,6 Zentimeter dicken gläsernen Boden. Traust du dich auf den Skywalk?

Wenn nicht, ist auch nicht schlimm. Die Ausstellung hat noch mehr zu bieten. Du erfährst allerhand über die Geschichte der Brücke, Historisches über London allgemein und die Bewohner der Themse. Der zweite Teil der Tower Bridge Exhibition führt dich in die Maschinenräume, wo du Einblicke bekommst in die Funktionsweise der vielleicht berühmtesten Klappbrücke der Welt.

Christine teilt meine Passion für London und auch die Gegend rund um den Lago Maggiore hat es ihr angetan. Auf ihrem Blog „Die bunte Christine“ berichtet sie regelmäßig über beide Orte und auch Posts aus ihrer Heimat Bochum dürfen nicht fehlen.

The Shard – das höchste Gebäude in West-Europa

Das Hochhaus The Shard gehört für mich zu den beeindruckendsten Erlebnissen, die du in London erleben und genießen kannst. Mit einer Höhe von 310 Metern gehört The Shard zu den höchsten Gebäuden Europas. Seine pyramidenförmige Bauweise macht es dabei schon vom Boden aus zu einem echten Hingucker. Doch das eigentliche Highlight im wahrsten Sinne des Wortes wartet im 72. Stock des Hochhauses auf dich. Direkt unter der Turmspitze in 244 Metern Höhe kannst du „The View from The Shard“ erleben – eine der wohl schönsten und faszinierendsten Aussichten, die du über London nur haben kannst. Während dir der Wind auf der Aussichtsplattform durch ihre nach oben hin offenen Bauweise um die Haare weht, kannst du von hier die Themse, die Tower Bridge, das London Eye, den Sky Garden im Hochhaus 20 Fenchurch Street, Big Ben und so vieles mehr sehen. Über den ebenfalls inkludierten Audio Guide erfährst du zudem viele spannende Fakten über das Wahrzeichen der Stadt.

Für uns war der Besuch von The Shard eines der Top 3 Erlebnisse unserer London Reise. Unser Fazit: Auf keinen Fall verpassen!

Diese Empfehlung kommt von Michael. „Hi, mein Name ist Michael und ich liebe es zu reisen, zu fotografieren und in meiner Heimat Südbaden immer neue Ausflugsziele im Schwarzwald zu entdecken. Als Familienmensch sind meine Frau und mein Sohn natürlich immer dabei. Auf meinem Blog www.erkunde-die-welt.de berichte ich von unseren Erlebnissen, unseren Reisen und gebe dir Tipps zur Fotografie sowie zu besonders spannenden Zielen im Schwarzwald.“

Streetart in Shoreditch

Streetart und Shoreditch sind wie England und der Five-o-Clock-Tea. Kaum eine andere Stadt in Europa hat so viel Streetart zu bieten wie London. Vor allem East End und das angesagte Viertel Shoreditch sind voller Kunstwerke. Jeder namhafte Künstler hat hier seine Spuren hinterlassen, vom belgischen Graffiti-Künstler ROA über den französischen Street-Art-Künstler Invader bis hin zum berüchtigtsten von allen: der große Banksy höchstpersönlich. Manche Streetart-Werke sind schwerer zu finden, wie die Space Invader Formationen, die oft nur an Hausfassaden hängen. Am besten startet man von der Overground Station der Shoreditch High Street oder kommt mit dem Bus von der Liverpool Station. Von hier folgt man den Schildern zum nördlichen Ende der Brick Lane. Eins der berühmtesten Kunstwerke des Street Art Künstlers ROA findest du hier. Er bettet seine übergroßen Tierfiguren genial in das raue Industriegebiet von Shoreditch ein. So wird ein Spaziergang durch Shoreditch zu einem Streetart Museumsbesuch.

Clemens vom Travellers Archive hat diesen Tipp für uns. Auf seiner Seite hat er ein Reisemagazin mit klarem Fokus geschaffen. Er will einen ehrlichen Eindruck von der Welt zu vermitteln. Reisetrends interessieren dabei nicht. Die Stimmen der Einheimischen sind wichtig.

Der Hyde Park – die grüne Lunge Londons

Was man im Hyde Park nicht alles machen kann: Joggen, Radfahren, ausruhen, picknicken, Fußball spielen, schwimmen, Boot fahren, Tee trinken, Yoga machen, den Prinzessin-Diana-Gedächtnis-Brunnen besuchen…und meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen, dem Eichhörnchen-beobachten.

Der Hyde Park ist die grüne Lunge Londons und neben dem Central Park in New York wohl einer der weltweit bekanntesten innerstädtischen Parks. Wenn man die angrenzenden Kensington Gardens zum Park dazu zählt, ist der Hyde Park mit seinen knapp vier Quadratkilometern sogar größer als Monaco.

Im Hyde Park kannst du zahlreichen Freizeitaktivitäten nachgehen: neben den üblichen Parksportarten kannst du hier zum Beispiel auch einen Platz auf dem Tennis Court reservieren. Im Hyde Park finden viele Events statt, im Sommer Konzerte (besonders ist die „Last night of the Proms“) und Theatervorführungen, im Winter verwandelt sich das große Grün in das Hyde Park Winter Wonderland.

Besonders berühmt ist der Hyde Park jedoch für den Speaker’s Corner – eine Ecke im Park, in der seit 1872 jeder freie Reden halten darf. Hier darf über so ziemlich alles Erdenkliche gesprochen werden, doch es gibt ein paar wenige Ausnahmen: die Queen und die Royal Family dürfen nicht Gegenstand der Rede sein.

Den Hyde Park erreichst du am besten mit der U-Bahn, entweder nördlich von Marble Arch oder Lancaster Gate und südöstlich von Hyde Park Corner.

Hinter diesem Tipp steckt Sandra von A decent cup of tea. Auf ihrem Großbritannienblog berichtet sie von ihren regelmäßigen Trips auf die Insel, über britische Musik, Klassiker der britischen Küche und natürlich auch – über Tee!

Ausflug ins Grüne – ab nach Greenwich

Für mich ist Greenwich im Südosten Londons ein absoluter Must-See-Ausflugstipp. Ohne lange Fahrt kannst du dich dort von den Menschenmassen der englischen Hauptstadt erholen. Ich liebe es, mit der Bahn bis Island Gardens zu fahren. Von dort gehe ich durch einen Tunnel unter der Themse durch bis auf die andere Seite nach Greenwich. Vielleicht finde ich das so charmant, weil es bei uns in Hamburg mit dem Alten Elbtunnel eine ganz ähnliche Verbindung gibt. Auf der anderen Seite stehst du dann der wunderschönen Cutty Sark gegenüber – einem Klipper wie er im 19. Jahrhundert die Weltmeere unsicher gemacht hat.
Rechts von der Cutty Sark hole ich mir dann bei Marks & Spencer ein kleines Picknickmenü. Mein Tipp: Achte auf die Lunchmenüangebote. Wenn du Eichhörnchen gern magst, kauf auch ein paar Nüsse. Damit zuckele ich dann durch die schmalen Straßen. Am Wochenende gibt es den Greenwich Market mit Büchern und Antiquitäten, über den ich gern bummle. Manchmal trinke ich auch in Erinnerung an Enid Blytons „The Famous Five“ (Fünf Freunde) ein Ginger Beer in einem der urigen, typisch englischen Pubs.
Aber mein eigentliches Ziel ist der Greenwich Park, in den ich mich setze und meine Picknickutensilien auspacke. Du hast von hier aus einen tollen Blick. Einmal sollte man sich auf den Weg nach oben zum Old Royal Observatory machen, durch das der Nullmeridian läuft, der die Welt in eine östliche und eine westliche Hemisphäre teilt. Hier wird seit 1884 die „Greenwich Mean Time“, die Weltzeit, gemessen. Während man früher einfach so zum Nullmeridian gehen konnte, kostet das heute leider Eintritt. Der gilt aber auch für das angeschlossene, recht anspruchsvolle Museum für Astronomie- und Navigationswerkzeuge. Auf dem Rückweg kann man noch die zum Teil sehr zutraulichen grauen Eichhörnchen füttern und sich dann mit der Bahn wieder auf den Weg in die Innenstadt machen. Erholt und erfrischt vom zauberhaften Greenwich.

Claudia schreibt zusammen mit Dominik auf Weltreize über ihre Lieblingsstädte London und Budapest, Kurztrips nach St.Peter Ording und ihre gemeinsame Leidenschaft – das Tauchen.

Der höchste Garten der Stadt – der Sky Garden

Der Garten im 35. Stock des Bürogebäudes im Finanzdistrikt (Adresse: 20 Fenchurch Street) befindet sich im fünfhöchsten Gebäude Londons. Und das Beste daran ist, der Eintritt ist kostenlos.Ich liebe Aussichtspunkte in Städten und wenn ich in London bin, versuche ich immer in den Sky Garden zu gehen. Dort kannst du nicht nur eine spektakuläre Rundum-Aussicht über London genießen, sondern auch den höchsten öffentlichen Garten Londons bewundern.

Der Eintritt ist zwar kostenlos, allerdings gibt es pro Tag limitierte Eintritt-Tickets und du solltest sie vorab reservieren. Die Tickets sind jeweils eine Woche vorher reservierbar. Ein spontaner Besuch ist zu bestimmten Zeiten zwar möglich, aber nur unter der Woche und auch dann ist es nicht garantiert, dass du auch Einlass erhältst, da es auch dafür nur eine limitierte Anzahl an Tickets gibt.

Eine weitere Möglichkeit, den Garten zu besuchen, ist, einen Platz in einem der Restaurants und Bars zu reservieren. Auch hier besteht die Möglichkeit, spontan vorbeizuschauen, aber nur zu bestimmten Zeiten. Am besten informierst du dich online über die genauen Zeiten.

Daniela von Sinne und Reisen versucht auf ihren Reisen immer ihre besonderen Bedürfnisse nach Ruhe und Entspannung in Einklang mit ihrer Neugier auf fremde Länder zu bringen.

Ganz viele Sehenswürdigkeiten für Einsteiger an einem Tag

Auch ich (Simone) möchte noch ein paar Sehenswürdigkeiten beisteuern, einfach weil sie zu den Klassikern gehören, die man aus den Englisch-Lehrbüchern kennt. St. Paul’s Cathedral, der Tower of London und das Monument sind nur einige der Attraktionen, die du gut miteinander kombinieren kannst. Wie genau und welche der oben genannten Sehenswürdigkeiten du integrieren kannst, habe ich im Post „Faszination London – ein perfekter Tag“ zusammengestellt.

Alle Fotos sind Eigentum der jeweils genannten Blogs bzw. Blogger/innen und wurden mit freundlicher Genehmigung veröffentlicht.

Herzlichen Dank an alle Blogger-Kollegen für das Teilen ihrer besten Tipps für London-Einsteiger. Bist du jetzt gut für deinen ersten Besuch in der britischen Hauptstadt gewappnet? Oder fehlen dir noch Infos? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar.

Für weitere Inspirationen schau dich gerne weiter in meinem Blogbereich um, denn dort findest du weitere Empfehlungen und Ideen. Wenn du jetzt unbedingt in die britische Hauptstadt willst, aber Reiseplanung nicht dein Ding ist, dann kann ich dich dabei gerne unterstützen. Im Reiseplanungs-Bereich findest du mehr Infos.

Eine mega schöne Zeit in London für dich!

 

 

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