Last Updated on 22. Mai 2021 by Simone Kunisch

Im Osten Londons, in Stratford, befindet sich der Queen Elizabeth Olympic Park, der zu den Olympischen Sommerspielen 2012 angelegt wurde. Heute ist das ehemalige Olympiagelände ein großer öffentlicher Park mit vielen Sportmöglichkeiten und Kunstobjekten.

Der Queen Elizabeth Olympic Park

Der Queen Elizabeth Olympic Park wurde zu den Olympischen Spielen 2012 angelegt und bereits im Vorfeld wurde geplant, dass der neu erschlossene Bereich auch nach dem Ende der sportlichen Wettbewerbe weiter genutzt werden soll. Die Neuentdeckung Stratfords und die Erschließung des Olympic Parks sind Vorteile, von denen die Bewohner heute noch profitieren. Denn der Austragungsort der Schwimmwettbewerbe ist heute ein öffentliches Schwimmbad, das Stadion wurde verkleinert und ist heute Konzerthalle und Spielort des Fußballclubs West Ham United. Auch der eigens zur Olympiade gebaute Acelor Mittal Orbit steht weiterhin und ist eine Attraktion, die Ausblicke, eine Riesenrutsche und Abseiling anbietet. Und der umliegende Park lockt mit viel Grünfläche, kleinen Wasserpfaden und viel öffentlicher Kunst.

Öffentliche Kunst auf dem alten Olympiagelände

Steles von Keith Wilson

Wie Buntstifte, die aus dem Wasser ragen sehen sie aus, die 35 Stelen von Keith Wilson. Sie sind in abwechselnden Farben im Wasser verteilt.

Pixel Wall von Tomato

2000 handgemachte Holzklötzchen befinden sich an der Außenseite des Podium Café. Sie sind drehbar auf senkrechten Stangen aufgeteilt. Eine Seite der hellen Holzbausteine ist dunkel und durch das Drehen der Steine kann jeder ein Muster erschaffen. Pixel Wall ist die Arbeit des Londoner Künstler Kollektivs Tomato.

RUN von Monica Bonvicini

Auf einem der höchsten Punkte im Olympic Park steht in übergroßen Buchstaben RUN. Die über 9 m hohe Arbeit ist von der Künstlerin Monica Bonvicini. Tagsüber spielt sich das Umfeld in den großen Buchstaben, abends werden sie mit LED beleuchtet.

Since 9/11 von Miya Ando

Since 9/11 ist ein Kunstwerk der New Yorker Künstlerin Miya Ando, das zum Gedenken an die Anschläge vom 11. September in New York geschaffen wurde. Sie wurde von der Wohltätigkeitsorganisation SINCE 9/11 damit beauftragt und nutzte für das über acht Meter hohe Kunstwerk ein Stück Stahl, das am Ground Zero in New York City geborgen wurde. Es wurde 2010 von der Hafenbehörde von New York City und New Jersey an Großbritannien geschenkt.

Der AcelorMittal Orbit

Die markante rote Skulptur ist schon von Weitem zu erkennen. Sie ist mit knapp 115 m die höchste Outdoor Skulptur in Großbritannien und ist nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern auch der Ort für eine riesige Rutsche und für das höchste Freefall Abseilen in UK. Mehr Infos zum Orbit findest du im separten Post “Der ArcelorMittal Orbit“.

Der Blossom Memorial Garden

Im Sommer 2021 wird die Eröffnung des Blossom Memorial Garden in der Nähe des Timber Cafes stattfinden. 33 Bäume, die im Frühjahr mit auffälligen Blüten beeindrucken werden gepflanzt. Für jeden der Londoner Boroughs inklusive der City of London wird ein Baum gepflanzt. Der Garden wird eine lebendige Erinnerung an die vielen Toten der Covid Pandemie sein. Im Gegensatz zur Covid Memorial Wall in Westminster wird es hier deutlich ruhiger zugehen. Hier entsteht ein Ort der Stille, mit Sitzmöglichkeiten umgeben von Natur.

Den Olympic Park entdecken

Um den Park komplett zu erkunden, werden geführte Spaziergänge, Bootstouren und Aktivitäten für Kinder angeboten. Die Details dazu findest du auf der Webseite des Queen Elizabeth Olympic Park. Zwischendrin gibt es immer wieder große und sehr bequeme Holzbänke zum Ausruhen und Leute schauen.

Keine Lust auf Park?

Wenn Kunst im Park so gar nicht dein Ding ist, an der Haltestelle Stratford befindet sich ein großes Westfields Einkaufszentrum mit unzähligen Shops und Restaurants.

Warst du schon im Park? Hast du die Kunstwerke schon alle entdeckt? Was ist deine Lieblingserinnerung an diese grüne Ecke in London? Erzähle mal in den Kommentaren unter diesem Post.