Am 27. Juli 2012 wurden in Olympischen Spiele in London eröffnet. Es war bereits das dritte Mal, dass London – nach 1908 und 1948 – der Austragungsort der sportlichen Großveranstatung war. Unter dem Motto „Inspire a generation“ traten bis zum 12. August über 10.000 Athleten in 26 Sportarten gegeneinander an. Vom 29. August bis zum 9. September 2012 fanden dann die Paralympics statt. Hier nahmen über 4500 Athleten aus 164 teilnehmden Ländern teil. Im Post gibt es einen Rückblick auf den besonderen Sommer sowie Infos was heute noch auf dem Olympiagelände zu erleben ist.

Der Bau des Olympic Parks

Die Geschichte rund um die Olympischen Sommerspiele 2012 startete schon viele Jahre vor der Eröffnung. In 2008 begann man mit der Erschließung eines Gebietes im Osten von London. In dieser, damals noch eher benachteiligten Gegend, sollten die Spielorte entstehen, das Gebiet generell besser angebunden und zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden. Ich habe mir das Gelände damals schon angesehen und konnte an den unfertigen Gelände nur erahnen, wie es im Sommer 2012 alles aussehen würde. Neben dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel wurde übrigens zu dieser Zeit auch die innerstädtische Seilbahn, die Emirates Air Line, eröffnet.

Eröffnung der Spiele

Am Tag der Eröffnung, am 27. Juli 2012, verfolgte ich die Eröffnung dann vor dem Fernseher in Deutschland. Die mittlerweile sehr bekannte und beliebte Showeinlage mit James Bond und der Queen löst immer noch Gänsehaut bei mir aus…

Kurz darauf habe ich begonnen in Nottingham zu arbeiten und meine Abende waren geprägt vom Schauen der Olympiade im TV. Während dieser Zeit wurde ich echter Fan von Mo Farah (Langstreckenläufer), Jenifer Ennis (Mehrkämpferin) und Usain Bolt (Sprinter). Von den deutschen Athleten bekam ich nicht viel mit, ich war in der Team GB Bubble gefangen.

Während dieser Zeit fanden zwei persönliche Highlights statt: ich war bei den Paralympics und ich habe die Londoner Innstadt auf der Suche nach den Maskottchen Wenlock und Mandeville abgesucht.

Mein Besuch bei den Olympischen Spielen 2012

Ich habe die Paralympics besucht und es war großartig! Das hatte ich gar nicht geplant, weil ich immer gedacht habe, dass mich die olympischen Sportarten nicht interessieren. Aber die Stimmung in England war so besonders, die eigenen Athleten wurden so gefeiert, dass man gar nicht anders konnte, als Fan von Team GB zu werden. Mit viel Glück habe ich dann noch ein Ticket für die Paralympics bekommen. Ganz oben im Stadion, echt weit weg vom Geschehen, aber das war egal. Die Stimmung war auch dort oben gut und es ging mir primär auch darum das Gelände besuchen zu dürfen. Das durfte man nämlich nur mit gültigen Ticket. Auch den extra entworfenen Acelor Mittal Orbit wollte ich mir anschauen. Damals konnte man Tickets für den Besuch der Aussichtsplattform nur mit einer Visa-Card buchen. Da ich keine hatte, wurde der Besuch auf 2013 verschoben.

Auf der Suche nach den Maskottchen Wenlock und Mandeville

Zweites Olympia Highlight in dieser Zeit war mein Spaziergang durch London auf der Suche nach den beiden Maskottchen. Es gab über 80 Statuen von Wenlock und Mandeville verteilt in der ganzen Stadt, immer farbenfroh bemalt und in Positionen, die an die Sportarten oder Sehenwürdigkeiten in London erinnern. Ich habe nicht alle gefunden und frage mich immer noch, was mit ihnen geschehen ist, nachdem die Spiele beendet waren.

Nach der Olympiade

Was ist nach der Olympiade geblieben? Bereits beim Design der Sportstätten und bei der Gestaltung des Geländes hatte man eingeplant, dass Teile der Sportstätten erhalten bleiben und von der örtlichen Community genutzt werden. Mit dem Queen Elizabeth Olympic Park wollte man für die Anwohner einen Ort schaffen, wo sie Sport treiben und sich treffen können. Die Schwimmhalle – das London Aquatics Centre – blieb stehen und ist heute ein öffentlicher Pool. Das Olympic Stadium wurde verkleinert und ist heute Spielort des Fußballclubs Westham Ham United und Austragungsort von Großkonzerten. Der Acelor Mittal Orbit thront weiterhin über allem und lädt zum Genießen der Aussicht und Abstiegen besonderer Arten ein (entweder per Riesenrutsche, durch Abseilen oder per Aufzug). Die Grünflächen locken Insekten und Vögel an, die Holzliegen am Kanal zum Entspannen.

Es gibt eine Kletterwand und auch die große Glocke, die während der Eröffnungszeremonie von Sir Bradley Wiggins geläutet wurde, befindet sich im Park. Die Glocke hat den weltweit tiefesten Ton und wird an ihrem neuen Standort in der Nähe des Olympic Stadium nie mehr erklingen. Der Ton wäre so laut, dass die Anwohner davon gestört würden. Beeindruckend ist sie aber so.

Gerade im Sommer ist im Park viel los, es gibt viele Events, einen aufgeschütteten Strand und bis Oktober auch die Möglichkeit eine Bootstour durch den Kanal zu unternehmen. Der  Besuch im Park ist übrigens kostenlos.

Wem nach dem Besuch im Olympic Park noch nach Shoppen ist, der ist im Einkaufszentrum „Westfield Stratford City“ genau richtig. Dort bieten übere 300 Geschäfte die „latest fashion“, Accessoires und Schuhe. Diverse Restaurants laden zum internationalen Speisen ein.

 

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