23-24 Leinster Gardens in Bayswater sind besonders. Warum? Hier steht gar kein richtiges Haus. Vielmehr nur eine Fassade, die optisch den Nachbarhäusern so angepasst wurde, dass man den Unterschied kaum merkt. Es gibt aufgemalte Fenster und Türen ohne Briefschlitze, aber eben keine Bewohner. Was verbirgt sich nun hinter der Fassade und warum hat man sie errichtet?!

Leinster Gardens – die berühmte Fassade in Bayswater

Was ist also das Geheimnis hinter dem gefakten Haus? Die Fassade wurde in den 1860ern errichtet, damit die damals eingesetzten Lokomotiven Dampf ablassen konnten. 23-24 Leinster Gardens ist also ein hübsch anzusehender Lüftungsschacht.

Diese Londoner Kuriosität ist mir erst seit einer Sherlock Holmes Folge aus 2014 bekannt („Sein letzter Schwur“/“his last vow“). Dort befand sich ein Versteck und nach der Ausstrahlung habe ich erst mal recherchiert, ob es den Ort wirklich gibt oder nur für das TV erbaut wurde.

Interessant finde ich auch die Geschichte aus den 1930ern, in der zu einem Wohltätigkeitsball in 23-24 Leinster Gardens geladen wurde. Die Besucher mussten im Vorfeld 10 Guineen Eintritt zahlen, um bei ihrer Ankunft (in schicker Abendgarderobe) zu erkennen, dass sie auf einen Betrüger reingefallen waren.

Wie kommst du zu den Leinster Gardens?

Von den Haltestellen „Queensway“ oder „Lancaster Gate“ (Central Line) ist es ein kurzer Fußweg, ein bisschen näher dran liegt die Haltestelle „Bayswater“ (Circle Line/District Line). Die Vorderseite mit den aufgemalten Fenstern findet ihr in Leinster Gardens. Die Rückseite mit den Stützen die die Fassade halten, könnt ihr von der Parallelstraße – Porchester Terrace – einsehen.