Last Updated on 24. August 2025

Londons Street-Art-Szene ist legendär – und an vielen Ecken der Stadt kannst du echte Kunstwerke unter freiem Himmel entdecken. Ob politisch, provokant, humorvoll oder poetisch: Die Wände & Rolläden Londons erzählen Geschichten, die ständig neu geschrieben werden. Besonders in Vierteln wie Shoreditch, Camden oder Hackney findest du beeindruckende Murals, versteckte Botschaften und wechselnde Werke internationaler Künstler – ein Muss für alle, die London abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten erleben wollen. Meine Lieblingsorte habe ich dir im passenden Post „Die besten Orte für Street Art“ zusammengestellt.

Die Magnificent Seven

Die alten viktorianischen Friedhöfe – bekannt als die Magnificent Seven – sind beeindruckende und gleichzeitig etwas morbide Orte der Stille. Zwischen verwitterten Grabsteinen, mächtigen Bäumen und kunstvoll gestalteten Mausoleen finde ich hier eine besondere Atmosphäre, irgendwo zwischen Melancholie, Geschichte und Natur. Highgate Cemetery & Brompton Cemetery sind meine beiden Lieblingsorte unter den Magnificent Seven. Den Besuch empfehle ich unbedingt!

Die unzähligen & ausgefallenen Museen

London ist eine Schatztruhe für Museums-Geeks (wie mich)! Neben weltberühmten Institutionen wie dem British Museum und der Tate Modern findest du auch jede Menge kleine, besondere Nischenmuseen. Sir John Soane Museum, die Wallace Collection, das Hunterian Museum oder das noch relativ neue V&A East Storehouse sind nur wenige Orte, die mich immer wieder faszinieren. Und das Beste – die meisten Museen sind sogar kostenlos. Londons Museen sind weltbekannt und ein Besuch gehört zu jedem London Aufenthalt einfach dazu.

London von oben entdecken

Ich mag es sehr, die Stadt aus der Vogelperspektive zu betrachten. Und dafür gibt es in London gleich mehrere Aussichtspunkte. Je nach verfügbarem Budget (viele sind komplett kostenlos) bzw. Spontanität des Besuchs kannst du die Häuserdächer und Sehenswürdigkeiten an verschiedenen Stellen der Stadt betrachten. Eine Komplettübersicht findest du im passenden Post „London für Höhenjunkies„.

Mehr als 1000 Jahre Geschichte

London schaut auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Und ein Besuch wäre einfach nicht komplett, wenn du nicht auch einen Teil der Vergangenheit Londons entdecken würdest. Je nach verfügbarerer Zeit und Budget gibt es auch hier verschiedene Optionen. Der Tower of London ist kostenpflichtig, bietet aber mindestens für einen halben Tag spannendes Programm. Der ehemalige Mithras Tempel dagegen ist kostenlos und der Zeitaufwand liegt bei nur ca. 30 Minuten. Westminster Abbey, St Paul’s Cathedral oder doch lieber das ehemalige Amphitteater der Römer? Du hast die Qual der Wahl.

Musicals, Theater & Music Halls

London ist berühmt für seine Theaterstücke und Musicals. Im West End laufen viele Klassiker und auch immer wieder neue Inszinierungen. Um aber eine wirklich besondere Stimmung mitzunehmen, empfehle ich den Besuch von Wilton’s Music Hall. Eine der letzten viktorianischen Music Halls.

Kulinarik aus der ganzen Welt

London ist ein Schmelztiegel der Kulturen – und genau das spiegelt sich in der Kulinarik wider. Auf Streetfood-Märkten wie dem Borough Market oder dem Camden Market kannst du dich durch die Küchen der Welt probieren: von indischem Masala Dosa über äthiopisches Injera bis hin zu verrückten Pommes oder ausgefallenen Dessert. Natürlich dürfen britische Klassiker wie Fish & Chips oder ein herzhaftes Pub-Essen nicht fehlen. Gleichzeitig ist London ein Hotspot für vegetarische und vegane Küche – mit innovativen Restaurants wie Mildreds oder Farmacy. Da ich selber vegetarisch lebe, kenne ich mich in diesem Bereich besonders gut aus und meine Empfehlungen findest du im Post „Der London Foodie Guide„. Und nein, das Gerücht, dass die britische Küche unfassbar schlecht ist, kann ich nicht bezeugen. Ganz im Gegenteil!

Kunst – draußen & kostenlos

Du stehst auf Kunst, aber nicht in Museen? Dann hat London auch hier das Richtige für dich zu bieten. Denn das ganze Jahr über gibt es Kunstausstellungen oder -trails, die draußen und kostenlos sind. Über die bunte Street Art – inklusive diversen Werken von Banksy – haben wir weiter oben schon gesprochen. Jetzt kommen weitere Ideen:

  • Sculpture in the City findet in der City of London statt und bietet diverse Kunstwerke, die in der Square Mile verteilt sind. Rund um die Uhr zugänglich und kostenlos.
  • The Line ist ein öffentlicher Kunstspaziergang, der über 7 km entlang der Themse im Osten der Stadt diverse ausgefallene Kunstwerke (z.B. ein Turm aus Einkaufswagen oder einen vertikal geschnittenen Teil eines Schiffes) zeigt.
  • Frieze Sculpture zeigt im Spätsommer für wenige Woche größere Skulpturen im Regents Park. Läuft parallel zur Frieze Ausstellung.
  • Die 4th Plinth steht am Trafalgar Square und zeigt ca. alle 2 Jahre ein neues Kunstwerk.

Outdoor-Festivals

Ich liebe die Festivals in London. Mehrtägige Events, die unter einem speziellen Motto stehen. Die meisten sind sogar kostenlos. Hier kommen meine Empfehlungen.

London Open Gardens Festival

An einem Wochenende im Juni öffnen private oder sonst nicht für die Öffentlichkeit gedachte Gärten für Festivalbesucher. Organisiert vom London Parks & Gardens ist das London Open Gardens Festival eine schöne Möglichkeit, die Stadt mit Blumen und Pflanzen zu erkunden. Ich mag besonders, dass auch viele Roof Top Garden mitmachen.

Open House Festival im September

Das Open House Festival bietet Zutritt zu privaten oder sonst nicht zugänglichen Gebäuden. Ein Fokus liegt auf Architektur. Es gibt kostenlose Führungen, Spaziergänge und viele Orte zum Entdecken. Das Programm bzw. die mitmachenden Gebäude werden Mitte August veröffentlicht und dann muss man auch tatsächlich schnell sein. Die kostenlosen Tickets sind immer in Rekordzeit vergriffen.

Totally Thames im September

Den ganzen September über wird die Themse im Totally Thames Festival gefeiert. Mit Aktionen auf und rund um den Fluss ist eigentlich immer was los. Das Beste auch hier – alles kostenlos. Und für viele eine gute Gelegenheit, das Mudlarking zu probieren. Denn dort gibt es sonst strenge Regeln und nur, wer eine Erlaubnis hat, darf bei Ebbe das Ufer des Flusses nach Schätzen der Vergangenheit absuchen.

Greenwich + Docklands International Festival (GDIF)

Das Greenwich + Docklands International Festival ist ein kostenloses Outdoor Festival rund um Theater und Kunstperformances. Es findet ebenfalls im September statt.

London Month of the Dead

Für alle, die es skurril und spooky mögen, das London Month of the Dead Festival im Oktober ist euer Ding. Von Geistergeschichten zu Seancen, Spaziergängen auf Friedhöfen und Taxidermieklassen, Vorträge und Konzerte, hier ist alles dabei, was das dunkle Herz erfreut. Auch hier gilt: die Tickets sind innerhalb weniger Minuten ausverkauft.

Royales London

Kaum eine Stadt ist so eng mit der Monarchie verbunden wie London. Ein Muss ist natürlich der Buckingham Palace, wo du im Sommer die prunkvollen State Rooms besichtigen kannst. Die Wachablösung mit ihren roten Uniformen und schwarzen Bärenfellmützen gehört zu den beliebtesten Spektakeln der Stadt. Wer tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, besucht den Tower of London mit den legendären Kronjuwelen oder die Westminster Abbey, in der Krönungen und royale Hochzeiten stattfinden. Auch der Kensington Palace, einst Zuhause von Prinzessin Diana, ist einen Besuch wert. Spaziergänge durch die königlichen Parks – St. James’s Park, Green Park oder Hyde Park – geben dir ein Gefühl für das royale London im Alltag. Und mit ein bisschen Glück erhaschst du vielleicht sogar einen Blick auf die königliche Familie bei einem öffentlichen Auftritt.

Vorweihnachtliche Zeit – der Bonus

Zur Adventszeit zeigt sich London von seiner vielleicht schönsten Seite. Ab Anfang November erstrahlen die ersten Einkaufsstraßen in festlichem Glanz – die Lichterdekorationen in Oxford Street, Regent Street oder Carnaby Street gehören zu den berühmtesten der Welt. Auf Weihnachtsmärkten wie am Southbank Centre, in Greenwich oder am Leicester Square locken Glühwein, Mince Pies und Handwerksstände. Teile des Hyde Park verwandeln sich in das Winter Wonderland, ein riesiges Weihnachtsdorf mit Eisbahn, Riesenrad und Shows für Groß und Klein (was ich persönlich überhaupt nicht mag, da zu voll, zu teuer, zu touristisch und so gar nicht weihnachtlich). Auch Klassiker wie der imposante Weihnachtsbaum am Trafalgar Square oder festlich geschmückte Kaufhäuser wie Harrods und Liberty sind ein absolutes Muss. Schlittschuhbahnen vor dem Somerset House oder der Battersea Power Station und das Christmas Carol von Charles Dickens im Old Vic Theater ergänzen diese besondere Zeit im Jahr. Die aktuellen Daten für Weihnachtsdeko und -märkte findest du im passenden Post „Vorweihnachtszeit in London

Welche Orte oder Punkte gehören zu deinen Top 10 in London? Erzähle gerne in den Kommentaren unter diesem Post.