Ein Aufenthalt in London ohne einen Museumsbesuch? Undenkbar für mich. Ich mag Museen, was sicherlich auch an meinem Faible für Archäologie liegt. Ausgrabungsschätze und Museen, die von der Geschichte einer Stadt/eines Landes berichten, stehen daher hoch im Kurs. Genau so toll finde ich es in außergewöhnliche Museen zu gehen, die einzigartig für die jeweilige Stadt sind. Da komme ich in London voll auf meine Kosten und auch nach über 20 Jahren regelmäßiger Trips in die britische Hauptstadt finde ich immer noch Museen und Ausstellungen, die für mich neu und besonders sind.  10 der außergewöhnlichsten Museen der Stadt möchte ich dir heute vorstellen. Alle Museen, die ich dir zeige, kosten Eintritt, sind aber ihr Geld meiner Meinung nach auch wert.

London – Stadt der außergewöhnlichen Museen

Die Museumslandschaft in London ist riesig und hält einige skurile und verrückte Museen bereit. Ich habe verschiedene Angaben gefunden wie viele Museen es derzeit in London gibt. Zwischen 150 und über 200 ist alles dabei.

In diesem Post stelle ich dir einige der einzigartigsten und skurilsten Museen in London vor. Die Liste habe ich alphabetisch geordnet, es also keine Wertigkeit in der Reihenfolge drin.

Canal Museum

  • Das Museum erzählt die Geschichte der „narrow boats“ und wie das Leben an Bord war sowie die Geschichte des Eishandels in London, da das Museum in einer ehemaligen Eisfabrik untergebracht ist
  • Mehr Infos zum Museum und Bilder von meinem Besuch findest du hier.
  • Tipp: Lässt sich gut mit dem Charles Dickens Museum verbinden!

Charles Dickens Museum

  • Ehemaliges Wohnhaus des Schriftstellers in London
  • Cool, wenn man sich für Viktorianisches London incl. Wohneinrichtung und/oder den Schriftsteller interessiert, denn es gibt viele persönliche Gegenstände von ihm zu sehen
  • Alles Wissenswerte zum Museum findest du hier.
  • Tipp: Lässt sich gut mit dem Canal Museum kombinieren!

Dennis Severs‘ House

  • Museum in der Nähe der „Liverpool Street“ Station, das in den Zustand des 18 Jahrhunderts zurückgebaut wurde. Es gibt keinen Strom und keine Heizung und alle Räume sind entsprechend der damaligen Zeit eingerichtet. Das besondere am Haus ist, dass du durch Gerüche und Geräusche das Gefühl hast, in einem bewohnten Hugenottenhaus der damaligen Zeit zu sein und dass die Bewohner gerade erst den Raum verlassen haben.
  • Erfahre mehr über meinen Besuch und meine Eindrücke im entsprechenden Eintrag im London A-Z. Du kannst ihn hier aufrufen.
  • Du musst vorher online reservieren, sonst kommst du nicht rein.

Handel & Hendrix Museum

  • Museum, dass die Wohnräume der beiden Musiker Handel und Hendrix samt Einrichtungsgebenständen zeigt.
  • Toll zum Vergleich der Wohnstile, denn immerhin liegen 200 Jahre zwischen den beiden Künstlern
  • Alles was du zum Museum wissen musst, findest du hier.

Jack the Ripper Museum

  • Ein kleines und noch junges Museum, das dich in das London zu Zeiten des Rippers entführt und das den Opfern des Rippers gedenkt.
  • Es werden kostenlose Jack the Ripper Walks für die Besucher des Museums angeboten, für die du dich aber im Vorfeld anmelden musst.
  • Eindrücke zu meinem Besuch findest du hier.
  • Tipp: Ein Mittagessen im nahe gelegenen St. Katherine’s Dock bietet sich nach dem Besuch an, dort steht das urige Dickens Inn.

 

Museum of curiosities

  • Im Osten der Stadt findest du dieses Museum/Wunderkabinett. Der Gründer Viktor Wynd hat allerlei Kuriositäten gesammelt und stellt diese im Keller des Museums aus. Das Museum ist manchmal gruselig, ich würde also keine kleinen Kinder mitnehmen.
  • Mehr Infos hier.

Old Operating Theatre & Herb Garret

  • Über eine enge, steile Treppe betrittst du das Gebäude, in dem sich der alte, ehemals vergessenene Operationssaal aus 1822 befindet. Er ist der älteste seiner Art in Europa. Angeschlossen ist ein Dachboden, der damals als Apotheke diente.
  • Das Museum ist toll, wenn du dich für die Geschichte der Medizin begeisterst, aber auch wenn es um Londoner Zeitgeschichte geht.
  • Infos zu meinem Besuch und Fotos hier.
  • Das Museum befindet sich in der Nähe von „The Shard“.

Sherlock Holmes Museum

  • Das Museum in 221b Baker Street ist ein Must-see für jeden Sherlock Holmes Fan. Wo sonst kannst du in die Wohnräumen des Meisterdetektivs und seines Gefährten Dr. Watson gelangen? Im mehrstöckigen Gebäude sind die Zimmer sehr detailliert und gemäß den Erzählungen von Arthur Conan Doyle eingerichtet worden, im dritten Stock werden berühmte Szenen aus den Büchern mit Wachsfiguren nachgestellt. Im Shop gibt es viele Andenken an Holmes.
  • Alles was du sonst noch wissen musst, findest du hier.

Sir John Soane’s Museum

  • Für mich ist es das Britische Museum in klein. Durch geringere Größe aber in wenigen Stunden vollständig erlebbar und weniger überlaufen (da immer nur eine bestimmte Anzahl von Besuchern reinkommt). Sir Soane war ein Sammler, Gelehrter und Architekt und hat jeden Winkel seines Wohn-und Lehrhauses mit Artefakten vollgestellt, um seinen Schülern jederzeit Zugang zu ihnen zu ermöglichen. Wirklich jede Ecke, jeder freie Platz wurde genutzt. Im Keller steht ein ägyptischer Sarkophag von Seti I, es gibt ein Grab für den Lieblingshund Fanny, Porzellan, Bilder an beweglichen Wänden, Skulpturen in jeder Größe, Bücher – kurzum eine wilde Mischung. Ich mag das Museum sehr. In den engen Gängen fühlt man sich selbst wie ein Entdecker und ich empfehle unbedingt in jedem Raum bis zur Decke hoch zu schauen und den Raum auch auf dem Rückweg erneut zu durchlaufen. Oft entdeckst du so noch mal ganz andere Kunstwerke.
  • Mehr Infos zum Museum findest du hier.

Transport Museum

  • Das Transport Museum habe ich viele Jahre ignoriert, weil ich dachte, dass Autos und Busse nur was für Jungs sind. Als ich es dann aber endlich mal besucht habe, war ich total begeistert. Denn natürlich ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, die gezeigt werden, auch ganz eng die Entwicklung von London verbunden. Von Pferdefuhrwerken hin zu den moderen Ubahn Wagons kannst du hier alles sehen und die meisten Fahrzeuge sogar selber besteigen. Das Museum ist direkt in Covent Garden in alten Gebäuden des Marktes untergebracht.
  • Wie ich meinen Besuch erlebt habe und was es sonst noch alles zum Museum zu wissen gibt, kannst du hier nachlesen.

Das London Mithraeum

Wer auf römische Ausgrabungen und Tempel steht, der sollte das London Mithraeum nicht verpassen. Was es dort zu sehen gibt und was den Tempel so besonders macht, kannst in meinen Post „London Mithraeum – ein alter römischer Mithras Tempel mitten in der City“ nachlesen.

 

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