Last Updated on 1. Januar 2026

London Tipps für Erstbesucher – alles, was du für deinen ersten Besuch in der britischen Hauptstadt wissen musst.

In diesem Guide erfährst du alles Wichtige zur Anreise, zur Fortbewegung vor Ort und zu den Sehenswürdigkeiten, die du auf keinen Fall verpassen solltest. Nach dem Lesen dieses Beitrags bist du bestens auf deine London-Reise vorbereitet.

Außerdem findest du hier aktuelle Informationen zu den Einreisebestimmungen seit dem Brexit (gültig ab 1.1.2021) sowie alle wichtigen Updates zur ETA, die seit 2025 für Europäer verpflichtend ist.

Das erste Mal nach London – die Anreise

Die britische Hauptstadt kannst du auf unterschiedlichen Wegen erreichen – je nachdem, wie viel Zeit du hast und welches Reisebudget dir zur Verfügung steht.

Per Flugzeug

London verfügt über sechs Flughäfen. Von allen kannst du entweder mit dem Taxi/Privat-PKW oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gelangen. Im Folgenden zeige ich dir, wie du jeweils am besten ins Zentrum kommst.

Grundsätzlich gilt: Tickets lassen sich bei allen Anbietern bereits online im Voraus kaufen und sind dann oft günstiger. Alternativ kannst du sie an Automaten am Flughafen oder am jeweiligen Endbahnhof erwerben.

  • Heathrow (LHR) ist der größte Flughafen Londons und Homebase von British Airways. Von hier aus hast du mehrere Möglichkeiten, um nach Central London zu kommen:

    • Heathrow Express (HEX):
      Der schnellste Weg in die Stadt. Der Heathrow Express Zug fährt non-stop zur Paddington Station und benötigt je nach Terminal nur 15–20 Minuten. Dafür ist er allerdings auch die teuerste Option.

    • Piccadilly Line (London Underground):
      Die dunkelblaue Linie der Tube bringt dich in etwa 60 Minuten ins Zentrum – deutlich günstiger, aber mit mehr Zwischenstopps.

    • Elizabeth Line:
      Die perfekte Mischung aus Geschwindigkeit und Preis. Sie hält an weniger Stationen als die Tube, ist günstiger als der HEX und deutlich komfortabler. Als neueste Linie im Netz sind die Züge modern, geräumig und komplett klimatisiert.

    • Bus / Coach:
      Auch Busverbindungen stehen zur Verfügung. Informationen zu Anbietern und Preisen findest du direkt auf der Heathrow-Website.

  • London Gatwick (LGW) ist der zweitgrößte Flughafen Londons und liegt etwa 40 km südlich der Stadt. Mehrere Zuganbieter bringen dich von hier zuverlässig ins Zentrum:

    • Gatwick Express:
      Non-stop in 30 Minuten zur Victoria Station.

    • Southern Railway:
      Fährt ebenfalls zur Victoria Station, teilweise auch zur London Bridge.

    • Thameslink:
      Verbindungen zur London Bridge, St. Pancras, Clapham Junction und sogar weiter zum Luton Airport.

    • Great Western Railway:
      Züge mit Zwischenstopps Richtung Reading.

    • Bus / Coach:
      Auch von Gatwick aus gibt es günstige Busverbindungen in die Innenstadt.

  • London Stansted (STN):
    • Vom Stansted Airport bringt dich der Stansted Express in etwa 50 Minuten direkt zur Liverpool Street Station – schnell und unkompliziert.

  • London Luton (LTN):
    • Für Luton stehen dir zwei Busoptionen zur Verfügung:

      • Green Line Bus 757:
        Fährt zweimal pro Stunde zur Victoria Coach Station. Von dort gelangst du zu Fuß oder mit der Tube weiter in die Stadt.

      • National Express:
        Linie A1 endet an der Victoria Coach Station, Linie A2 an der Paddington Station.

  • London City Airport (LCY): Der zentralste Flughafen Londons ist besonders praktisch für Geschäftsreisen, Events in den ExCeL Exhibition Halls oder Unterkünfte rund um Canary Wharf.
    Du erreichst die Innenstadt bequem mit dem DLR (Docklands Light Railway). Wichtig: Gegen Ende 2025 hat British Airways einige Verbindungen aus Deutschland zum City Airport eingestellt. U.a. die Verbindung zwischen den beiden Finanzmetropolen Frankfurt und London.
  • London Southend Flughafen (SEN): Ein kleinerer Flughafen etwa 60 km östlich von London. Er verfügt über einen eigenen Bahnhof (Southend Airport). Mit Zügen von Greater Anglia erreichst du die Liverpool Street in knapp 60 Minuten und Stratford in etwa 45 Minuten. Wenn deine Unterkunft im Osten Londons liegt, kann Southend eine interessante Alternative sein.

Per Fernbus – mit Fähre oder durch den Eurotunnel

In den 90ern waren Wochenendtrips nach London im Reisebus mein absoluter Standard. Damals ging es meist mit der Fähre von Calais nach Dover und anschließend weiter Richtung Central London. Ich gebe ehrlich zu: Diese Art der Anreise ist zeitintensiv und für mich heute keine erste Wahl mehr.

Trotzdem ist sie nach wie vor eine mögliche und oft sehr günstige Option, vor allem wenn du viel Zeit hast oder möglichst preiswert reisen möchtest. Viele regionale Reiseunternehmen bieten weiterhin organisierte Busreisen nach London an.

Auch internationale Fernbusanbieter wie Eurolines oder FlixBus fahren London regelmäßig an – entweder über die Fähre oder durch den Eurotunnel. Je nach Route, Verkehr und Grenzabfertigung solltest du mit einer langen Reisezeit rechnen, wirst dafür aber meist direkt bis ins Stadtzentrum oder zu zentralen Busbahnhöfen wie der Victoria Coach Station gebracht.

Diese Anreiseform eignet sich vor allem für: preisbewusste Reisende, längere Aufenthalte, alle, die unterwegs schlafen können und Zeit mitbringen.

Per Zug – entspannt mit dem Eurostar nach London

Die Anreise nach London mit dem Zug ist etwas ganz Besonderes. Der Eurostar bringt dich ab Brüssel oder Paris in wenigen Stunden direkt nach London – von Brüssel aus dauert die Fahrt etwa zwei Stunden. Ziel ist die St Pancras International Station, die hervorragend an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden ist. Von hier aus erreichst du mit Tube, Bus oder Taxi schnell alle Teile der Stadt.

Diese Art der Anreise ist deutlich entschleunigter als das Fliegen – allerdings auch stark davon abhängig, wo dein Startbahnhof in Deutschland liegt. Denn nach Brüssel oder Paris musst du zunächst einmal kommen, was die Gesamtreisezeit verlängern kann.

Ich selbst bin auf diesem Weg einmal im Rahmen meines Sabbaticals nach London gereist und habe es sehr genossen: Die entspannten Sicherheitskontrollen und vor allem die fehlenden Gepäckbeschränkungen in Kilogramm empfand ich als großen Vorteil. Gleichzeitig muss man ehrlich sagen, dass die Anreise für mich insgesamt deutlich länger dauerte als ein Flug, da ich bereits eine längere Strecke bis nach Brüssel zurücklegen musste.

Trotzdem ist der Eurostar eine tolle Option für alle, die:

  • lieber nachhaltig reisen

  • Stress am Flughafen vermeiden möchten

  • die Reise selbst schon als Teil des Erlebnisses sehen

Per Auto – flexibel, aber mit einigen Hürden

Die Anreise nach London mit dem Auto habe ich selbst noch nicht ausprobiert. Trotzdem habe ich mir gerade bei der Abreise schon öfter ein Auto gewünscht – vor allem, wenn die Koffer mal wieder deutlich zu schwer waren.

In Großbritannien herrscht Linksverkehr, was das Fahren – besonders in einer Millionenstadt wie London – durchaus zur Herausforderung machen kann. Entscheidest du dich für diese Variante, musst du außerdem wählen, wie du auf die Insel gelangst: mit der Fähre oder durch den Eurotunnel.

Wichtig zu wissen:
Innerhalb Londons gibt es verschiedene Umwelt- und Gebührenzonen, für die du separat zahlen musst. Dazu zählen unter anderem die Congestion Charge und die Ultra Low Emission Zone (ULEZ). Diese Gebühren gelten teilweise auch für ausländische Fahrzeuge.

Mein Tipp:
Informiere dich unbedingt vorab über die aktuellen Regelungen. Der ADAC bietet hierzu sehr gute und übersichtliche Informationen und erklärt auch, wo und wie du dein Fahrzeug registrieren musst. Bei Nichtbeachtung drohen teils empfindliche Strafzahlungen, die später per Post ins Haus flattern können.

Für London selbst gilt daher:
Ein Auto ist vor allem für die Anreise praktisch – innerhalb der Stadt bist du mit öffentlichen Verkehrsmitteln meist deutlich entspannter und schneller unterwegs.

Fortbewegung in London – so kommst du vor Ort am besten herum

In London stellt sich schnell die Frage, wie du dich vor Ort fortbewegen möchtest. Viele Sehenswürdigkeiten liegen relativ nah beieinander und lassen sich hervorragend zu Fuß erkunden. Ich persönlich liebe es, Städte laufend zu entdecken – man sieht einfach mehr und stolpert oft ganz nebenbei über spannende Ecken.

Falls das nicht dein Ding ist: Keine Sorge. Das öffentliche Verkehrsnetz in London ist hervorragend ausgebaut. Dir stehen unter anderem folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Die roten Doppeldeckerbusse sind für viele das Sinnbild Londons – und ja, sie fahren immer noch durch die Stadt. Die klassischen alten Routemaster-Busse sind inzwischen fast vollständig durch moderne Modelle ersetzt worden, diese sind aber ebenfalls doppelstöckig. Mein Tipp: Wenn du oben ganz vorne einen Platz ergatterst, hast du eine großartige Aussicht.

    Besonders praktisch für Erstbesucher ist die Buslinie 15. Sie fährt an vielen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei – perfekt für eine kleine Stadtrundfahrt zum Preis eines normalen Tickets.

  • Die berühmte London Underground, kurz Tube, bringt dich schnell und zuverlässig von A nach B.
    Jede Linie hat einen eindeutigen Namen und eine eigene Farbe. Für deine Fahrt suchst du dir einfach deine Zielhaltestelle heraus und prüfst, in welche Richtung du fahren musst. Die Linien sind nach ihren Endstationen benannt.

    Die Züge fahren oft im Minutentakt, daher ist es nicht nötig, sich in völlig überfüllte Bahnen zu quetschen oder zu rennen, um den Zug noch zu erreichen.

    Gut zu wissen:
    In London wird zwischen Peak- und Off-Peak-Zeiten unterschieden:

    • Peak: morgens: 6:30 bis 9.30 Uhr und abends: 16:00 bis 19:00 Uhr.

    Zu diesen Stoßzeiten pendeln die Londoner zur Arbeit oder nach Hause. Wenn du es vermeiden kannst, fahre nicht zu diesen Zeiten: Es ist extrem voll und teurer.

    • Off-Peak: Günstiger, entspannter und oft mit Sitzplatz.

    Night Tube: Einige Linien fahren sogar die ganze Nacht durch. Am Freitag- und Samstagabend sind dies:

  • Die London Overground ist ein oberirdischer Zug mit mehreren Linien. Sie verbindet vor allem Stadtteile, die nicht direkt an die Tube angeschlossen sind – sehr praktisch, wenn deine Unterkunft etwas außerhalb liegt.

  • Die fahrerlosen Züge der DLR (Docklands Light Railway) bringen dich unter anderem nach Canary Wharf oder vom London City Airport in Richtung Innenstadt. Besonders spannend: Ganz vorne zu sitzen fühlt sich fast an wie eine kleine Achterbahnfahrt.
  • Uber Boats by Thames Clippers: Die Schnellboote auf der Themse sind nicht nur ein Transportmittel, sondern auch ein echtes Erlebnis. Du bewegst dich auf dem Wasser durch London und bekommst dabei tolle Ausblicke auf die Stadt.
  • Londons Seilbahn, das IFS Cable Car, startet in der Nähe der O2 Arena und führt über die Themse. Kein klassisches Verkehrsmittel für den Alltag, aber eine schöne Ergänzung für Besucher.

  • Mietfahrräder & E-Roller: An vielen zentralen Punkten kannst du Leihräder ausleihen. Oft werden sie noch „Boris Bikes“ genannt, da sie während der Amtszeit von Boris Johnson eingeführt wurden.
    Mittlerweile gibt es mehrere Anbieter, darunter Santander oder Lime. Auch die E-Roller werden immer beliebter.
  • Wenn es besonders typisch sein soll, gönn dir eine Fahrt mit einem der berühmten Black Cabs.
    Nenne dein Ziel vor dem Einsteigen, nimm hinten Platz und lass dich chauffieren. Ein paar Besonderheiten:

    • Die Fahrzeuge sind ungewöhnlich hoch – sie wurden so konstruiert, dass Männer früher ihren Zylinder aufbehalten konnten.

    • Hinten finden maximal vier Personen Platz, man sitzt sich gegenüber.

    • Es gibt keinen separaten Kofferraum – das Gepäck kommt mit in den Fahrgastraum.

    Black Cabs sind zwar teurer als Bus oder Tube, aber mindestens einmal sollte man sie ausprobiert haben.

In London ist Linksverkehr

Bitte unbedingt beachten, dass in London (mit einer einzigen Ausnahme am Savoy Hotel) Linksverkehr herrscht. Besondere Markierungen machen darauf aufmerksam.

London mit Handicap bereisen

Du brauchst zur Fortbewegung einen Rollstuhl und möchtest trotzdem nach London reisen? Kein Problem! Die Stadt ist gut für barrierefreies Reisen ausgestattet. Zum Thema gibt es sehr viele Informationen, deshalb habe ich einen gesonderten Beitrag erstellt, der alles Wissenswerte und Nützliche zusammenfasst.

Wenn das für dich relevant ist, findest du unter „London barrierefrei“ alle Details – von barrierefreien U-Bahn-Stationen über rollstuhlgerechte Busse bis hin zu Tipps für Sehenswürdigkeiten.

Tickets & Bezahlung in London – Oyster Card und Contactless

In London gibt es verschiedene Arten von Fahrkarten, aber am unkompliziertesten ist meiner Meinung nach die Oyster Card.

Die scheckkartengroße Karte kannst du aufladen und dann einfach für Bus, Tube, DLR, Overground und einige Bahnverbindungen benutzen. Alles, was du dabei beachten solltest – sowie Antworten auf die häufigsten Fragen – habe ich im Beitrag „Fakten und Mythen rund um die Oyster Card“ ausführlich zusammengestellt.

Neben der Oyster Card ist mittlerweile auch das Contactless-Bezahlen sehr beliebt: Mit deiner Kreditkarte oder dem Smartphone kannst du direkt an den Kartenlesern bezahlen. Die Logik ist dabei analog zur Oyster Card, und auch die Kosten sind identisch.

Die Währung in London – Britische Pfund

Im Vereinigten Königreich gilt nicht der Euro, sondern das britische Pfund (£, GBP). Alles Wissenswerte zum Pound, von Umrechnungstipps bis zu praktischen Hinweisen für Reisende, habe ich in einem separaten Beitrag Alles rund um die britische Währung zusammengestellt.

Die beste Reisezeit für London

Jede Jahreszeit in London hat ihren ganz eigenen Reiz – jeder Monat bietet besondere Highlights.

  • Frühling: Die Parks und Gärten erblühen, die Stadt zieht wieder alle nach draußen.

  • Herbst & Winter: Ab Mitte November schmückt sich London festlich für Weihnachten – Lichter, Märkte und winterliche Stimmung inklusive.

Die wichtigsten Events und Highlights im Jahresverlauf habe ich im Beitrag Das Jahr in London – Veranstaltungstipps pro Monat für dich zusammengefasst.

Regen in London – ein hartnäckiges Vorurteil

Das Vorurteil, dass es in London ständig und ununterbrochen regnet, hält sich hartnäckig – aber die Realität sieht anders aus. Mittlerweile regnet es in manchen Städten Deutschlands sogar mehr als in der britischen Hauptstadt.

Dennoch empfiehlt es sich, immer einen Regenschirm dabei zu haben, denn kurze Schauer können jederzeit auftreten. Ein tage- oder wochenlanger Dauerregen ist hingegen äußerst selten. Meistens treibt der Wind die dunklen Regenwolken schnell wieder hinaus aufs Meer.

Unterkunft in London – Hotels, Hostels & Airbnb

London bietet viele Hotels, Hostels und Airbnb-Unterkünfte – für nahezu jedes Budget ist etwas dabei. Bedenke aber: Zimmerpreise sind oft höher, als du es vielleicht aus anderen Großstädten gewohnt bist. London ist nun mal ein teures Pflaster.

Auch der Standard kann unter deinen Erwartungen liegen. Viele Zimmer befinden sich in alten, mehrstöckigen Gebäuden – von außen hübsch, innen oft mit viel Teppich, manchmal noch mit Etagenduschen und -toiletten. Wenn dir eigene sanitäre Anlagen wichtig sind, achte bei der Buchung darauf – die Zimmer kosten dann in der Regel auch etwas mehr.

Praktischer Tipp: In fast allen Hotels ist es mittlerweile Standard, dass ein Wasserkocher und einige Teebeutel auf dem Zimmer bereitstehen.

Für empfohlene Hotels und Insider-Tipps schau dir meinen Beitrag London-Kenner empfehlen die besten und coolsten Hotels an.

WLAN in London – auf ältere Gebäude achten

In den alten Häusern Londons kann das WLAN manchmal ein Problem sein. In der Nähe der Rezeption funktioniert es meistens noch gut, auf den Zimmern ist der Empfang jedoch oft eingeschränkt. Meine Erfahrung: Moderne oder neuere Hotels haben häufig einen Router pro Etage, sodass das Internet auch in den Zimmern stabil ist. Wenn du auf verlässliches und schnelles Internet angewiesen bist, lohnt es sich, dies vorab mit dem Hotel abzuklären

London Erstbesucher – Gut zu wissen

Britisch Währung – British Pound

England hat keinen Euro, sondern britische Pfund. Diese kannst du dir entweder von zu Hause mitbringen, aber auch problemlos per Kreditkarte oder EC-Karte an den Geldautomaten vor Ort abheben. Dabei fällt bei den meisten Banken eine Gebühr an – ähnlich wie beim Geldtausch.

Beachte: Bargeld wird in London immer seltener genutzt. Die meisten Zahlungen erfolgen heute kontaktlos per Kreditkarte, Debitkarte oder Smartphone.

Bargeld oder Karte – so zahlst du in London

In den meisten Geschäften in London wird mit Karte bezahlt. Es gibt sogar Cafés und Restaurants, die vollständig bargeldlos arbeiten. Selbst Straßenmusiker oder Verkäufer der Obdachlosenzeitung „Big Issue“ ermöglichen mittlerweile Zahlungen per Karte oder kleine Spenden kontaktlos.

Auf Märkten und in kleineren Läden ist Bargeld allerdings manchmal die einzige Option. Es schadet also nicht, ein paar Münzen dabeizuhaben. Ich persönlich zahle seit Jahren fast ausschließlich mit Karte und habe inzwischen gar kein Bargeld mehr dabei.

Steckdosen & Strom – Adapter nicht vergessen!

In Großbritannien gibt es andere Steckdosen als in Deutschland: dreipolige Steckdosen. Du benötigst daher einen Adapter, um deine Geräte aufladen zu können.

In modernen Hotels sind manchmal Eurosteckdosen vorhanden, darauf kannst du dich aber nicht verlassen. Adapter kannst du entweder schon von zu Hause mitbringen oder vor Ort z. B. am Flughafen oder in Drogerien kaufen.

Wichtig: Achte darauf, dass der kleine Kippschalter direkt neben der Steckdose aktiviert ist (oft mit „ON“ oder rot markiert). Nur dann fließt Strom – sonst droht am Morgen die böse Überraschung beim Akkustand deines Handys.

Trinkgeld vs Service Charge

In Großbritannien gibt es die Service Charge, eine zusätzliche Gebühr, die in Restaurants, Cafés oder Hotels auf die Rechnung aufgeschlagen werden kann. Oft wird sie mit dem Trinkgeld verwechselt, unterscheidet sich aber in mehreren Punkten deutlich:

  • Die Service Charge (deutsch: Bedienungszuschlag oder Servicegebühr) ist ein fester Prozentsatz, meist 10–15 %, der automatisch zur Rechnung hinzugefügt wird.

  • Sie dient dazu, die Dienstleistung des Servicepersonals abzudecken – insbesondere in Restaurants mit Bedienung am Tisch.

  • Gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht, wird aber in vielen Betrieben automatisch berechnet, besonders in London oder bei größeren Gruppen (z. B. ab 6 Personen).

Wichtig: Du bist rechtlich nicht verpflichtet, die Service Charge zu zahlen, wenn du mit dem Service unzufrieden warst. Es ist gesellschaftlich akzeptiert, freundlich um eine Entfernung der Service Charge zu bitten – am besten mit einer kurzen Begründung.

Trinkgeld trotz Service Charge? Ist nicht nötig, wenn die Service Charge bereits enthalten ist. Natürlich kannst du gerne ein kleines zusätzliches Bar-Trinkgeld direkt ans Personal geben, wenn du besonders zufrieden warst. Du hast mehrere Möglichkeiten das Trinkgeld zu zahlen. Entweder du lässt es als Münzen auf dem Tisch liegen oder packst es auf den Endbetrag drauf und zahlst alles gemeinsam mit Karte.

Wie lange sollte man in London bleiben?

Die Dauer deines Aufenthalts hängt ganz von dir und deinen persönlichen Prioritäten ab. Für einen ersten Besuch und einen ersten Eindruck empfehle ich jedoch mindestens ein Wochenende.

An 2–2,5 Tagen kannst du:

  • die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sehen
  • gut essen
  • vielleicht ein Musical besuchen
  • und die Atmosphäre der Stadt auf dich wirken lassen

Wer London wirklich in allen Facetten kennenlernen möchte, sollte eine Woche einplanen – die Stadt bietet einfach zu viele Ecken, Geheimtipps und ständig neue Events, um alles in wenigen Tagen zu schaffen.

Ich selbst war schon über 100 Mal in London – und trotzdem habe ich längst nicht alles gesehen. Die Stadt verändert sich einfach zu schnell und überrascht immer wieder.

Die Must-Sees in London

Geschmäcker und Interessen sind zwar unterschiedlich, aber die folgenden Sehenswürdigkeiten und Museen solltest du bei deinem ersten Besuch in London auf keinen Fall verpassen.

  • Big Ben & die Houses of Parliament
  • British Museum, Natural History Museum oder Tate Modern
  • Buckingham Palace (zumindest mal ansehen und davorstehen)
  • Camden Market
  • Covent Garden
  • Ein Aussichtspunkt, um die Stadt von oben zu bewundern (eine Auswahl findest du im Post „London für Höhenjunkies“)
  • Hyde Park
  • London Eye
  • Piccadilly Circus
  • St Paul’s Cathedral
  • Tower Bridge
  • Tower of London
  • Westminster Abbey

Viele der o.g. Sehenswürdigkeiten kannst du mit einem Spaziergang entlang der Themse kombinieren.

Mit über 200 Museen deckt London so gut wie alle Themen ab, einige der besonderen Museen habe ich im Post „Außergewöhnliche Museen in London“ zusammengestellt.

Stadtrundfahrten – bequem die Highlights entdecken

Wenn du nicht so viel laufen möchtest (oder kannst), aber die wichtigsten Highlights Londons bequem sehen willst, bietet sich eine Stadtrundfahrt per Bus oder Boot an.

Es gibt verschiedene Anbieter, deren Touren an mehreren Ein- und Ausstiegspunkten in der ganzen Stadt halten. Die Busse verfügen oft über Audiokommentare, manchmal sogar mit Live-Guides. Solche Touren sind ideal, um in kurzer Zeit einen guten Überblick über die Stadt zu bekommen, ohne sich die Füße platt zu laufen. Allerdings sind die Tickets nicht ganz günstig.

Eine preisgünstigere Alternative ist die Nutzung von öffentlichen Buslinien, die ebenfalls an Sehenswürdigkeiten vorbeifahren – zum Beispiel die Linie 15. Hier gibt es zwar keine Kommentare, aber man kommt flexibel und günstig durch die Stadt.

Ausführlichere Infos zu diesem Thema findest du im Beitrag Die besten Stadtrundfahrten in London.

Essen und Trinken in London

In London findest du Gerichte aus fast allen Ländern der Welt – das macht die Gastro-Szene zu einem echten Traum für Foodies.

Es gibt nicht nur Sternerestaurants, sondern auch Pop-up-Lokale, die ständig neue Kreationen ausprobieren. Auch die Street-Food-Märkte haben sich in den letzten Jahren stark entwickelt.

Fans der indischen Küche kommen hier besonders auf ihre Kosten: Gerade im Osten der Stadt findest du viele ausgezeichnete Restaurants.

Und dass veganes Essen in London längst zum Standard gehört, versteht sich fast von selbst. Viele verrückte Food-Trends entstehen hier – von innovativen Snacks bis zu kreativen Dessertkreationen.

Gute Souvenirs aus London

Was bringt man den Daheimgebliebenen aus London mit? Erinnert ihr euch noch an die „My Mum/Dad/Brother went to London and all I got is this lousy shirt“-T-Shirts? Ja, die gibt es immer noch – aber es gibt inzwischen viel schönere Mitbringsel, die garantiert besser ankommen. Zu den Klassikern zählen:

  • Tee (z. B. von Twinings)
  • Orangenmarmelade
  • T-Shirts
  • Produkte rund um Paddington Bär
  • Minzschokolade
  • und die oft verrückten Tassen, Teller & Co. mit Motiven der königlichen Familie

Ich persönlich schaue auch gern in den Museumsshops nach Souvenirs – dort findet man oft originelle und hochwertige Dinge, die nicht jeder hat.

Spartipps für London

London ist teuer – sowohl für die Einheimischen, die hier hohe Mieten zahlen, als auch für Touristen. Viele Attraktionen kosten um die 20+ Pfund pro Person.

Wie du deine Urlaubskasse ein wenig entlasten kannst, habe ich im Beitrag „London für Sparfüchse“ für dich zusammengestellt. Dort findest du Tipps zu günstigen Sehenswürdigkeiten, Ermäßigungen und Spartipps vor Ort.

Typisch London – das gibt es nur hier!

  • King Charles III und die Royal Family
  • Black Cabs – die berühmten Taxis, so gebaut, dass man selbst mit Hut bequem ein- und aussteigen kann.
  • Rote Doppeldeckerbusse – das wohl bekannteste Symbol der Stadt.
  • Rote Telefonzellen – heute meist nur noch als Fotomotiv interessant, denn telefonieren tut darin kaum noch jemand.
  • The Shard – das höchste Gebäude Westeuropas, das man auch besichtigen kann und von dem sich fantastische Ausblicke bieten.
  • Über 200 Museen – sie decken wirklich jedes Thema ab, von Kunst über Geschichte bis zu Kuriositäten.
  • Die innerstädtische Seilbahn – ein besonderes Transport- und Aussichtserlebnis
  • Street Art Szene – die Stadt bietet großartige Spots, die besten Orte findest du im Beitrag „Die besten Plätze für Street Art in London„.

Tipps für Alltag & Entspannung in London

  • Wenn du nicht sofort als Tourist auffallen möchtest, lohnt sich ein Blick in den Survival Guide – dort findest du nützliche Hinweise, wie du dich in London unauffällig und souverän bewegst.
  • Und falls dir nach der ganzen Großstadthektik mal nach Ruhe und Entspannung ist, ist der Beitrag „Gärten in London“ genau das Richtige für dich. Dort zeige ich Orte, an denen du durchatmen und die Stadt von ihrer entspannten Seite erleben kannst.

Nützliche Apps für London

Ein Smartphone hat vermutlich heutzutage jeder im Urlaub dabei – und für London gibt es eine ganze Reihe nützlicher Apps, die ich sehr empfehle. Damit kannst du unter anderem:

  • die öffentlichen Verkehrsmittel nachschauen
  • öffentliche Toiletten und kostenloses Trinkwasser finden
  • nach Events, Ausstellungen und Aktivitäten suchen – und diese direkt buchen

Meine Top-Empfehlungen habe ich im Beitrag Die besten Apps für London zusammengestellt.

London Besuch nach dem Brexit

Seit dem 1.1.2021 gilt Großbritannien als Drittland und für Besucher aus Deutschland gelten teilweise neue Regelungen. Worauf du achten solltest, habe ich dir im Post „Nach dem Brexit nach London“ zusammengestellt.

Einreise ab 2025 mit dem ETA

Seit dem 2. April 2025 ist Einreise nach Großbritannien nur noch mit ETA, einer electronic travel authorisation, möglich.

Die ETA wird digital mit dem Reisepass verknüpft und kostet 16 £ (Stand Januar 2026). Sie erlaubt die mehrfache Einreise in das Vereinigte Königreich für einen Aufenthalt von bis zu 6 Monaten innerhalb von 2 Jahren oder bis zum Ablauf des Reisepasses – je nachdem, was früher eintritt.

Die Beantragung und Genehmigung geht schnell (ich hatte meine bereits nach wenigen Minuten) und ich empfehle unbedingt NUR die entsprechende App der britischen Regierung zu nutzen, die es im Apple Store und in Google Play gibt. Für alle, die keine Apps nutzen, gibt es auch eine URL. Es gibt Drittanbieter, die das Beantragen übernehmen, aber die verlangen sehr hohe Gebühren und man muss die Passdaten dorthin übermitteln. 
Alle Infos noch mal ein wenig ausführlicher auf der Webseite der britischen Regierung. Um zu checken, ab wann du das ETA brauchst (je nachdem aus welchem Land du kommst), bitte hier prüfen.

London für Erstbesucher – das Fazit

London ist eine Stadt, die immer wieder überrascht. Historische Pracht, moderne Architektur, vielfältige Kultur, pulsierendes Leben und charmante kleine Ecken – all das macht die britische Hauptstadt zu einem einzigartigen Reiseziel.

Für deinen ersten Besuch gilt:

  • Plane mindestens ein Wochenende, 2 bis 2,5 Tage reichen, um die wichtigsten Highlights zu sehen. Wer mehr Zeit hat, kann leicht eine Woche oder länger bleiben.
  • Nutze öffentliche Verkehrsmittel wie Tube, Bus, DLR oder Overground – bequem und effizient. Für die Bezahlung eignen sich Oyster Card oder Contactless.
  • London ist teuer, also lohnt es sich, ein bisschen vorauszuplanen und Tipps für Sparfüchse zu nutzen.
  • Für Essen, Souvenirs und Freizeit gibt es für jeden Geschmack etwas – von Street Food über Sternerestaurants bis hin zu originellen Souvenirs aus Museumsshops.
  • Vergiss nicht praktische Dinge wie Adapter für Steckdosen, bargeldlose Zahlungen, Apps für Transport und Events sowie wettergerechte Kleidung.

Und das Wichtigste: Lass dich von der Stadt treiben, genieße die Atmosphäre, entdecke kleine Ecken abseits der Touristenpfade und probiere Neues aus. London verändert sich ständig – auch nach vielen Besuchen gibt es immer etwas Neues zu entdecken.

Mit diesen Tipps bist du perfekt vorbereitet, um deine erste London-Reise stressfrei, entspannt und voller Erlebnisse zu genießen. Ich wünsche dir eine richtig gute Zeit. Falls du dich in der Zwischenzeit mit anderen London Verrückten austauschen möchtest, dann komm doch in die Facebook Grupppe „London Total“. Stell gleich deine Mitgliedsanfrage, beantworte die drei Fragen und schon bist du willkommen.

Wenn du nach Fragen hast oder dir Infos fehlen, stell sie gerne unter diesem Post.

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen aus der schönsten Stadt der Welt: